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Mister Ed verblüffend schnell

Mister Ed verblüffend schnell
Nachschau Gelsenkirchen, 01.01.2022
 
Gelsentrab eröffnet das deutsche Trabrennjahr 2022 – Bei fast frühlingshaften Temperaturen gewinnt Mister Ed Heldia in 1:13er-Zeit – Michael Nimczyk mit TomNJerry Diamant nur Fünfter – Der Champion ist mit drei Volltreffern dennoch erfolgreichster Fahrer der Neujahrsveranstaltung – Thomas Panschow überrascht in der alten Heimat zweimal – V7 nicht getroffen
 
(GelsentrabPR) – Das deutsche Trabrennjahr 2022 begann gleich am 1. Januar auf der einstigen Elite-Bahn am Nienhausen Busch in Gelsenkirchen. Zehn Prüfungen waren bei der Starterangabe am Montag zusammengekommen, von denen die mit jeweils 4.000 Euro dotierten vier PMU-Rennen im Fokus des um 15.15 Uhr gestarteten Programms standen. 
 
Flotter Start ins neue Jahr
 
Ohne jegliches Publikum, welches aufgrund der Corona-Pandemie an die Bildschirme verbannt war, profitierten wenigstens die zwei- und vierbeinigen Sportler von beinahe frühlingshaften Temperaturen im Westen und lieferten entsprechend gute Leistungen.
 
Besonders viel vorgenommen hatte sich ganz offensichtlich der nun als Achtjähriger geführte Mister Ed Heldia (7/Robbin Bot), dem in der vergangenen Saison bei nur sieben Starts lediglich einige Platzierungen gelungen waren. Als 135:10-Außenseiter setzte sich der Hengst aus dem Besitz von Hans Brocker eingangs des ersten Bogens selbstbewusst an die Spitze des Feldes, hielt das Tempo dort auf den ersten 1.000 Metern unter 1:15 und legte dann erst richtig los. Mit einer Pace von unter 1:12 lief der Conway Hall-Sohn die Gegner in der zweiten Rennhälfte regelrecht aus den Schuhen und gewann letztlich hoch überlegen in 1:13,6/2.000 Meter.
 
Erst volle acht Längen hinter dem verblüffend starken Mister Ed sicherte sich »Breeders Crown«-Siegerin Namanga Bo (6/Marciano Hauper) das zweite Geld vor Massai (2/Tom Kooyman) und Beau de Grimoult (10/Henk Grift). Toto-Favorit TomNJerry Diamant (4) musste sich trotz perfekter Lage hinter dem überragenden Trainingsgefährten am Ende mit Platz fünf begnügen. 
 
Mit drei Siegen zurück nach Schweden
 
Fahrer Michael Nimczyk dürfte nach der ersten Saisonveranstaltung dennoch zufrieden nach Hause gefahren sein. Der alte und neue Champion der Berufsfahrer, der im Dezember vor allem in Schweden aktiv war und dorthin nach eigenem Bekunden am Montag für weitere Winter-Engagements zurückkehren wird, war mit drei Volltreffern einmal mehr der häufigste Gast im Winner Circle.
 
Zum ersten Mal tauchte der Goldhelm dort ein wenig überraschend nach der fünften Tagesprüfung auf, die er mit dem siebenfachen Vorjahressieger WalkofFame Diamant (10) aus der zweiten Reihe sicher gegen die 15:10-Favoritin Keep Flying (4/Jan Thijs de Jong) für sich entschied. Erwartungsgemäß holte sich Nimczyk gleich im Anschluss auch das Viererwette-Rennen mit dem ebenso prominent gezogenen wie talentierten Staccato HL (9). Der Vierjährige aus dem Stall Germania drehte in Führung liegend im Schlussbogen kurz auf, schüttelte seine Gegner ab wie lästige Fliegen und konnte es sich so leisten, bereits weit vor dem Ziel mit dem Auslaufen zu beginnen.
 
Mit 1:15,5/2.000 Meter genauso flott unterwegs wie die Derby-Hoffnung war erstaunlicherweise der in der erheblich niedrigeren Klasse bis 1.600 Euro Gewinnsumme antretende Heavy Enemy (7) bei seinem vierten Karriere-Erfolg. Der bereits fünfjährige Halbbruder des Viertelmillionärs Fridericus nahm der kräftig gegen die Hand gehenden Trainingspartnerin Kovi Stream (5/Robbin Bot) vor den leeren Tribünen das Kommando ab und wehrte sich auf der Zielgeraden souverän gegen die Schlussattacken der Stute aus der gutklassigen Ijssel.
 
Panschow mit starkem Gastspiel
 
Außer Michael Nimczyk durfte Thomas Panschow am Neujahrstag mehrfach zur Siegerehrung vorfahren. Rund zweieinhalb Monate nach seinem Erfolg mit Express Jet im »Grand Prix de Gelsenkirchen« überraschte der Wahlberliner auf Heimatbesuch zunächst in der ersten V7-Partie mit Vanita Express (6), um dann gleich im Anschluss mit dem ebenso dreistellig am Totalisator notierenden Nordic Jaycee (6) aus dem Besitz des Hamburger Rennbahnsprechers Carsten Borck nachzulegen. Damit war der gebürtige Gelsenkirchener einer der »Hauptverantwortlichen« für die nicht getroffene V7-Wette.