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Popeye stiehlt den Gegnern die Show

Popeye stiehlt den Gegnern die Show
Nachschau München-Daglfing, 15.11.2020
 
Im sportlichen Highlight siegt der Biendl-Schützling wie in besten Tagen - Rudi Haller mit Siegen durch Ocean Blue, Fetiche Mourotais und Blind Date erfolgreichster Aktiver des Tages - La Condesa holt sich das Monté, Fighter Pilot das TF-Rennen - Sir Gustav punktet erneut leicht, Samanta Hawai überlegen!
 
Insgesamt neun Rennen standen in München-Daglfing an diesem Sonntag auf dem Programm, wobei die Rennsportfans bis zum Schluss warten mussten, ehe das sportliche Highlight einer guten Karte auf die Reise geschickt wurde. Ein Frei für Alle aus drei Bändern versammelte, trotz des Ausfalls von Man in Black, das Beste was Bayerns Trabrennsport zur Zeit zu bieten hat und hielt am Ende das was es auf dem Papier versprach. War es im Vorfeld die Frage ob Kentucky Bo oder Very Special One, zwei Erfolgspferde des Stalles Haller die Nase vorne haben würden, konnte nach der Zieldurchfahrt das Resümee gezogen werden, das es erstens anders kommt und zweitens als man denkt. Die Geschichte des Rennens ist letztlich schnell erzählt, denn Kentucky Bo sicherte sich mit einem Musterstart vorbei an Very Special One das Kommando, während Timberlake Diamant nur zögerlich ins Rennen fand und zunächst gemeinsam mit Popeye Diamant am Ende des Feldes lag. Rudi Haller entschloss sich an der Spitze für Bummelzugtempo, sodass der erste Kilometer in lediglich 1:21,6 absolviert wurde. Zu diesem Zeitpunkt wechselte Andreas Schwarz mit Timberlake Diamant in die Außenspur und Christoph Schwarz suchte sich mit Popeye Diamant sofort den Rücken des Stallgefährten. Als Timberlake Diamant im vorletzten Bogen nicht mehr weiter kam, entschloss sich Schwarz zum entscheidenden Schachzug, beorderte Popeye Diamant an die Außenseite des Piloten, sodass die innen postierten Very Special One und Rapido Ok nicht zur freien Entfaltung kamen. Bei stark verschärfter Fahrt, der letzte Kilometer wurde in 1:13,7 absolviert, schien Kentucky Bo im Schlussbogen den entscheidenden Vorteil herausgelaufen zu haben, kam mit einem Vorteil in die Geraden, die allerdings in der Distanz dahin schmolz, da Popeye Diamant wie in besten Tagen noch eimal anpackte und noch sicher mit einer Länge am Haller-Crack vorbeilief, womit der Neunjährige seine weiter stark ansteigende Form unter Beweis stellen konnte und für den zweiten Tagessieg für Christoph Schwarz sorgte. 
 
Bereits einige Rennen vorher, hatte der Österreicher mit einer cleveren Fahrt auf sich aufmerksam gemacht, denn mit Put on a Show, hielt er die ersten 400 m gegen den hartnäckig angreifenden Pompano Julian dagegen, der so die ersten 600 m in 1:10,5 zurücklegen musste. Nach einem Rennen im Windschatten des Piloten konnte Schwarz im Einlauf den Kandidaten aus dem Stall von Dr. Michael Liebhardt ideal einsetzen und siegte sicher mit einer Länge gegen RitchiRich Diamant und Samir, wogegen Pompano Julian zum Schluss komplett aufgab und das Ziel als Vierter passierte. 
 
Trotz der beiden Niederlagen, war Rudi Haller dennoch der erfolgreichste Aktive des Nachmittags. Zunächst führte er Ocean Blue nach einem Rennen am Ende mit einer guten Sprintleistung auf die Siegerstraße zurück, den Franzosen Fétiche Mourotais des Stalles Allegra, schickte er im Wettstar.de-Rennen auf den letzten 600 m auf die Verfolgung der scheinbar enteilten National Pride und Jeronymo Casei und hatte auf der Linie die Gegner sicher im Griff und direkt danach siegte er mit der offenbar sehr talentierten Blind Date beim ersten Start der Karriere überlegen in 1:18,7 / 2.100 m, wobei die Charly du Noyer-Tochter ihre Karten zu keinem Zeitpunkt aufdecken musste. 
 
Zum Auftakt feierte La Condesa einen sehenswerten Sattelerfolg mit Stephanie Theiler, die schnell nach dem Start das Kommando übernommen hatte und mit schnellem Tempo auf dem ersten Kilometer dafür sorgte, dass keiner der Gegner in ihre Nähe kam. James Bo, der bis ins Ziel versuchte das Ruder herum zu reissen und Wunderkind holten sich dahinter die Plätze. 
 
Einen Gast-Erfolg gab es im Rennen für die Trotteur Francais, denn Fighter Pilot aus dem Training und Besitz von Thorsten Tietz, streckte sich auf den letzten Metern gewaltig, zwang den Favoriten Deniro zum Fehler und siegte so klar gegen Elan du Gallier und Desiree Star. 
 
Zu Treffern kamen außerdem Sir Gustav und Samanta Hawai. Der Frick-Wallach sicherte sich in der Klasse bis 5.500 EUR schnell das Kommando und hatte so früh alles unter Kontrolle. Dagegen musste die Geineder-Stute ihr Rennen durch die Außenspur selber gestalten, passierte die Favoritin Lusiana Bo im Schlussbogen und baute den Vorsprung vor dem nachsetzenden Belmont bis ins Ziel auf 6 1/2 Längen aus. 
 
Weiter geht es in Daglfing am 26.11. mit einem Abendrenntag, der voraussichtlich gegen 18:30 Uhr beginnen wird.