Familienrenntag mit Top-Stute

Familienrenntag mit Top-Stute
Nachschau Gelsenkirchen, 02.06.2019

Goldy Stardust behauptet sich im »Großen Erenja-Preis« gegen Halva von Haithabu – Broadwell als Dritter chancenlos – Fahrer Robbin Bot zieht insgesamt dreimal in den Winner Circle ein – Julia Knoch mit zwei Volltreffern – Jennifer Schmidt stürzt im Trabreiten

(GelsentrabPR) – Der GelsenTrabPark leitete den Juni am ersten Wochenende mit gleich zwei Renntagen in Folge ein und lockte nach dem sportlich sehr interessanten PMU-Veranstaltung am Samstag nicht einmal 24 Stunden später mit einem Familien-Event, das dank der Gelsenwasser AG mit ihrer Marke Erenja ein buntes Programm und zahlreiche Infostände sowie eine große Verlosung zu bieten hatte. Doch auch die Traber-Experten kamen auf ihre Kosten.

Eine Stute bietet den »Jungs« die Stirn

Dies galt insbesondere für das mit 3.000 Euro dotierte »Frei für alle«, das selbstverständlich als »Großer Erenja-Preis« ausgetragen wurde und gleich mit drei deutschen Spitzen-Pferden besetzt war. Besonders gefreut hatte man sich in Gelsenkirchen auf das Deutschland-Comeback von Broadwell, der die komplette Saison 2018 und die ersten fünf Monate des aktuellen Jahres in Frankreich engagiert war und trotz seiner Schlappe beim letzten Auftritt in Paris-Vincennes als 14:10-Favorit an den Ablauf ging.

Die Initiative ergriffen jedoch zunächst die beiden Herausforderer. Mit gewohnt starkem Antritt nahm der aus einer neuerlichen Pause kommende Halva von Haithabu im ersten Bogen die Spitze, musste dort aber nicht lange auf den Angriff von Goldy Stardust warten. Nach rund 600 Metern preschte Robbin Bot mit der besten Stute ihres 2013er-Jahrgangs an dem verletzungsgeplagten Hengst vorbei und drosselte umgehend das Tempo. Stiefbruder Erwin Bot hatte mit Broadwell an sechster Stelle demzufolge keine vernünftige Alternative zu einer Schlussrunde in der Außenspur ohne Führpferd, die sein Schützling bis zum Schlussbogen auch in guter Haltung absolvierte.

Spätestens mit Erreichen der Zielgeraden aber war jedem geübten Zuschauer klar, dass das schlechte Abschneiden von Broadwell in Vincennes keinesfalls ausschließlich der ungeliebten Naturbahn mit fast 2.000 Metern Länge zuzuschieben war. Während Goldy Stardust mühelos einen Gang höher schaltete, war der Fünfjährige der Besitzergemeinschaft Gerrits / Thomaskamp zu diesem Zeitpunkt längst angezählt und kämpfte fortan ausschließlich gegen sich selbst, was ihm immerhin noch den dritten Rang klar vor Stan Libuda (Tim Schwarma) einbrachte.

Vorne wurde es hingegen noch einmal eng für Goldy Stardust, denn aus ihrer Deckung heraus witterte Halva von Haithabu mit zunehmender Distanz Morgenluft und wäre mit seinem Schlusseinsatz womöglich noch rechtzeitig gekommen, wenn es Gerhard Holtermann nicht erst beim dritten Versuch gelungen wäre die Watte zu ziehen. So rettete »Goldy« einen »Hals«-Vorsprung über die imaginäre Ziellinie, blieb mit ihrer durchschnittlichen Kilometer-Zeit von 1:13,5 / 2.000 Meter aber deutlich über dem erst am Tag zuvor vom vierjährigen Trainingsgefährten Emilion aufgestellten Gelsentrab-Saisonrekord von 1:12,8.

Robbin Bot mit zwei weiteren Siegen

Außer Goldy Stardust, die ihr nächstes Rennen wohl in Frankreich laufen wird, führte Robbin Bot auch Heinrich Riewes Kiss Me Bo zum Sieg und war in der Klasse bis 16.000 Euro hinter Volare Gar erneut ein würdiger Vertreter für »Goldhelm« Michael Nimczyk, der bei der Parallel-Veranstaltung in Berlin-Mariendorf zwei weitere Zähler für die Championats-Wertung unter Dach und Fach brachte.

Julia Knoch glänzt bei den Amateuren

Bei den Amateuren, die an diesem heißen Nachmittag in der Feldmark gleich fünf Mal Gelegenheit zum Kräftemessen hatten, erwischte Julia Knoch einen starken Tag. Die Tierärztin überraschte zunächst im »Buderus-Rennen« mit dem 105:10-Außenseiter Chou Chou Star und beschloss den Renntag mit einem Volltreffer von Napster im »Lucky Looser-Rennen«. Beide Traber werden von ihrem Lebensgefährten Jochen Holzschuh auf der Columbus-Farm in Dülmen vorbereitet.

Sturz im Trabreiten

Einen Schock erlebten das Gelsenkirchener Publikum und insbesondere Jennifer Schmidt im »Wettstar-Trabreiten«. Der Fuchshengst Injah zeigte sich in der Bänderstart-Prüfung an der Position ganz innen alles andere als kooperativ mit seiner neuen Reiterin und warf sie kurzerhand aus dem Sattel, als es losgehen sollte. Das erst wenige Meter lange Rennen wurde natürlich umgehend abgeläutet, sodass Jennifer Schmidt schnellstmöglich ärztlich versorgt werden konnte. Minuten später wurde sie mit dem Verdacht auf einen Beinbruch ins Krankenhaus abtransportiert.