El Magnifico wirklich großartig

El Magnifico wirklich großartig
Nachschau Gelsenkirchen, 01.10.2018

Deutschland-Debütant rennt der Konkurrenz auf und davon – Robbin Bot siegt auch mit L’Amicus – Mit Kelso verhindert Roland Hülskath den Hattrick gegen Unstoppable – Apache Jeloca und Viveur Bi können überzeugen

(GelsentrabPR) – Nicht einmal 24 Stunden nach seinem imposanten Erfolg mit As des Jacquets war Robbin Bot bei Gelsentrab am Montagmittag erneut prominent vertreten. Gespannt durften die Zuschauer insbesondere auf das Deutschland-Debüt von El Magnifico blicken. Der Franzose reiste mit einem überlegenen Vincennes-Erfolg im Gepäck an und erntete dementsprechend riesiges Vertrauen am gemeinsamen deutsch-französischen Totalisator.

Robbin Bot mit zwei versprechenden Erfolgen

Zum Kurs von 11:10 ging der Vierjährige aus dem Stall Cortina als Top-Favorit an den Start des »Wettstar by PMU-Rennens« und sollte die Erwartungen nicht enttäuschen. Aus zweiter Position zog der Tucson-Sohn vor den Tribünen in Front und hatte den schwierigsten Teil der Partie damit bereits überstanden. Unangefochten drehte der Wallach im Schlussbogen nochmals kräftig auf, verabschiedete sich im Handumdrehen um einige Längen und gewann letztlich »comme à la parade«. Deutlich hinter dem übermächtigen Sieger war Betty Somolli (Jan van Dooyeweerd) nach einem Rennen in dessen Windschatten klar besser als Birdy de Neuilly (Jaap van Rijn).

Robbin Bot gewann mit L’Amicus beinahe erwartungsgemäß noch eine weitere Prüfung und war damit der erfolgreichste Fahrer der Fünf-Rennen-Veranstaltung. Wie bereits mit El Magnifico setzte sich der in Lüdinghausen südwestlich von Münster ansässige Niederländer auf der Tribünengerade vor das Feld, bekam es hier jedoch mit einem hartnäckigen Herausforderer zu tun. Paavo Nurmi (Roland Hülskath) hatte sich für diesen Montag offenbar vorgenommen, seinem Namen Ehre zu machen und fasste sich auf der Schlussrunde an der Außenseite von L’Amicus immer wieder aufs Neue ein Herz. Weit vor dem Rest lieferten sich die beiden Altersgefährten ein Kopf-an-Kopf-Rennen, in dem der 13:10-Favorit erst etwa 200 Meter vor dem Pfosten zusehends die Oberhand gewann.

Zweites Privatduell mit umgekehrtem Ergebnis

Ähnlich entwickelte sich der neunte Lauf zur »ELE-Super-Trophy«, in dem Roland Hülskath mit Kelso das Privatduell gegen Robbin Bot suchte. Der hatte mit Unstoppable nach gewohnt flottem Start eine anfängliche Attacke von On Vogue (Franz Klein) abgewehrt und sah sich auf der Überseite dem Druck des Ready Cash-Sohns ausgesetzt. Beide Pferde lösten sich bereits im Schlussbogen von Mitfavorit Skyfall (Michael Nimczyk) und boten sich auf den letzten 300 Metern einen mitreißenden Zweikampf, aus dem Kelso am Ende als knapper, aber beinahe noch sicherer Sieger hervorging. Mit einer durchschnittlichen Kilometerzeit von 1:13,6 / 2.000 Meter stellte der Lasbeker dabei seinen persönlichen Mitteldistanz-Rekord vom Mai in Berlin (1.900 Meter) ein.

Starker »Apache«

Erheblich langsamer (1:15,2), aber keinesfalls schwächer war Apache Jeloca (Jaap van Rijn) bei seinem Volltreffer in der Auftaktprüfung. Der Achtjährige unterstrich einmal mehr seine Vorliebe für den Rechtskurs in Gelsenkirchen und behauptete sich nach früher Führung ganz sicher gegen den zuletzt noch eindrucksvoll punktenden Beau Lulu, in dessen Sulky Michael Nimczyk alle Mühe hatte, einen hauchdünnen Vorteil gegen den außen herum gut gehenden As Magic (Robbin Bot) über die Linie zu bringen.

Viveur Bi weiter auf Erfolgskurs

Besser lief es für die Nummer eins unter Deutschlands Sulkyprofis im »Preis von Dax« mit Viveur Bi. Der seit seinem Wechsel in das Nimczyk-Quartier bei drei Engagements ungeschlagene Varenne-Sohn wusste auch beim vierten Deutschland-Start vollauf zu überzeugen und war trotz eines anspruchsvollen Verlaufs in der Entscheidung ganz klar stärker als der keinesfalls enttäuschende sechsfache Saisonsieger Libero (Tim Schwarma) und Thatcher (Roland Hülskath).

Nach dem Doppelschlag zum Monatswechsel steht der nächste Renntag bei Gelsentrab am Dienstag, den 16. Oktober (Beginn: 16.00 Uhr) auf dem Programm. Mit dem »Grand Prix de Gelsenkirchen« für französische Traber wird dann die höchstdotierte Prüfung des Gelsenkirchener Rennjahres entschieden. 50.000 Euro gibt es für die Teilnehmer der vierten Etappe der »Tour Européen du Trotteur Francais« zu verdienen.