Champion lässt es knallen

Champion lässt es knallen
Nachschau Dinslaken, 31.12.2017

Silvester drei Siege für Michael Nimczyk – Garry zum Zehnten – Überraschung zum Auftakt – Julia Knoch zum Abschluss

Der letzte Tag des Jahres ist traditionell auch immer ein Renntag in Dinslaken – und logischerweise der letzte des Jahres in Deutschland. Gravierende Entscheidungen standen nicht mehr an, denn Michael Nimczyk dominierte in diesem Jahr nicht nur am Bärenkamp. Den Schlusspunkt setzte der alte und neue deutsche Champion in Dinslaken und gewann drei Rennen an einem gut besuchten Silvester-Tag, was bei fünf Auftritten als erstklassige Ausbeute gelten darf.

Nimczyk 176-178
Der erste Nimczyk-Sieger des Tages hieß Alao Scott und verschaffte sich durch den fünften Treffer in Folge eine weiße Weste. Unterwegs mit Deckung versorgt, schlug er gnadenlos zu und bezwang Spicyga sowie Diva de Valdieu recht locker. Mit General Attack wurde ihm die Sache da doch schwerer gemacht. Nach dritter Spur im ersten Bogen leistete die führende Fabian Boshoeve doch recht lange Widerstand, ehe der 14:10-Favorit vorbei durfte. Dann aber standen die Zeichen auf Sieg gegen Bambi G.L. und Fabian Boshoeve, die davon profitierten, dass die Rennleitung Flamboro nachträglich aus der Wertung nahm. 

Der finale Akt für den Goldhelm im Sulky stand dann mit Colombe d’Or an. Der in Deutschland noch sieglosen Stute war ein Bänderstart geradezu auf den Leib geschneidert. Entsprechend ging Michael Nimczyk in Besitzerfarben die Sache an und fuhr gleich nach vorn, womit die Messe gelesen war. Es war Sieg Nr. 178 in einer Rekordsaison für den neuen und alten Champion, der natürlich auch Bahnchampion in Dinslaken wurde.

Pferd des Jahres
Das Dintrab-Pferd des Jahres aber kommt nicht aus dem Nimczyk-Quartier. Mit sechs Siegen holte sich Trabreitspezialist Garry diesen Titel. Unter der alten und neuen Championesse Ronja Walter glich Garry sein Handicap bald aus und knackte den führenden OJ Barb nach zwei Runden. Für Garry war es beim insgesamt zehnten Auftritt am Bärenkamp auch der zehnte Treffer – weißer als diese Weste kann keine sein!

Schöne Quoten
Obwohl es auf Garry immerhin noch 12:10 (also 20 Prozent Rendite) gab, träumt man normalerweise natürlich von fetteren Quoten. Das schien bei den kleinen Feldern mit oftmals klaren Favoriten im Vorwege nicht unbedingt garantiert, doch gleich zum Auftakt wurden die Zweifler Lügen gestraft. In einem Sechser-Feld zahlte die Zweierwette 1.068:10 und die Dreierwette 3.475:10. Verursacher dieses kleinen Totofeuerwerks war neben der 118:10-Siegerin Nessi Karat mit Harry Pools vor allem die Tatsache, dass Totofavorit Epique du Loir nach zwei Galoppaden sich am Turm wiederfand und Co-Favorit Sindbad Diamant mit Rang drei hinter Giuseppe Meadow zufrieden sein musste.

Jochen Holzschuh gewann mit 25:10-Favoritin Lady SAS die Anfängerklasse und verhinderte den totalen Nimczyk-Triumph, denn die vom Champion gelenkte Esperance d’Azur drängelte beim Angriff zu sehr nach innen und konnte so nur Höwings Top Time halten, die Siegerin aber nicht bedrohen. 547:10 gab es am Toto für die ersten Drei.

Formgemäß bei den Amateuren
Beide Sieger im Drensteinfurt-Cup, der an Jörg Hafer ging, waren im Bahnprogramm an erster Stelle getippt, doch am Toto hatten andere mehr Gunst gefunden. Dessen ungeachtet gewannen Galya Fortuna (Andrea Dworatzyk) und Commander Columbus (Julia Knoch) ihre Prüfungen je überlegen. Den Schlusspunkt setzte dabei die scheidende Amateurchampionesse Julia Knoch, die mit Commander Columbus ihren Sieg im letzten deutschen Trabrennen 2017 gebührend schon vor dem Ziel  bejubelte.
 
 
cb