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Großer Scheck lockt "Valzer" in den Süden

Großer Scheck lockt
Vorschau Frankreich Trab, 14.01.2021
 
Quinte 14. Jan 13.50h Cagnes-Sur-Mer
 
 Wenn Jean Michel Bazire einen seiner Schützlinge bis nach Cagnes-Sur-Mer schickt, sind die Chancen immer groß. Heute ist es Valzer Di Poggio (10), der durch ein traumhaftes Engagement noch mehr Unterstützung bekommen sollte. Seine Pläne den Fuchs für den Amerique zu qualifizieren hat der Championats-Trainer damit offiziell aufgegeben. Daneben ist natürlich ein großer Name wie der von Alcoy (14) zu nennen, der sich in Cagnes-Sur-Mer sehr wohl fühlt. Auch Philippe Allaire ist mit zwei Startern zu Gast und dürfte mit Golden Bridge (5) die leicht besseren Chancen auf eine gute Prämie anmelden.

Prix De La Cote D´Azur / 13.50h / 120.000 Euro - 2.900m Bänderstart
Zur Wettabgabe: https://www.trotto.de/rennen/Trab/Frankreich/Cagnes_Sur_Mer/140121030101

 
-----2.925m-----

Mit einem überlegenen Sieg in Marseille hat sich EDEN BASQUE (1) kurz vor dem Winterstart in Cagnes-Sur-Mer in perfekter Form präsentiert. Aber der Singalo-Sohn startete denkbar ungünstig in das Meeting an der Riviera. Mitte Dezember rückte er auf der Überseite in mächtigen Schritten auf und kämpfte bis Mitte Einlauf um den Sieg. Dann fiel er aber auseinander und ging über die Linie Galopp. Zum Jahresstart war die Partie für den Wallach schneller beendet. Nach etwa 200 Metern war er aus der zweiten Startreihe wohl zu gehfreudig. Er bleibt ohne Hintereisen, was nicht oft der Fall war. Nicolas Ensch selber ist Titelverteidiger in dieser Prüfung. Das Doppel ist aber nicht ganz leicht zu realisieren.


Auch bei den ersten beiden Saisonstarts wurde die Serie in den Geldern von ELISEO (2) fortgesetzt. Und das ist nicht selbstverständlich, denn das ehemalige Jahrgangspferd hat eine ganze Weile viele herbe Niederlagen erleben müssen. Der Wallach wurde bei seinem ständigen Trainer Frederic Prat aber wieder reaktiviert, auch wenn es schon lange nicht mehr für einen Sieg reichte. Am 08. Januar hat er nach der Führung auf der langen Geraden in Cagnes-Sur-Mer nicht ganz durchhalten können. Der vierte Rang war aber eine gute Generalprobe. Die erzielten 13,1 über die Mitteldistanz sind dagegen aber kein Wert, der ihn hier ins Spiel bringt. Allerdings wird er sich heute wohl auch eher aus der Deckung präsentieren.


COMTESSE DU CLOS (3) wurde im Herbst intensiv auf den Winter vorbereitet und hat bei der ersten ernsthaften Prüfung einen überlegenen Sieg in Argentan gefeiert. Als letzte Standortbestimmung konnte das Nachwuchsfahren aber nicht herhalten, wie sich spätestens am 16. Dezember in Vincennes rausstellte. Die Stute konnte in einer gut besetzten Quinte-Prüfung aber aus dem Mittelfeld immerhin auf Rang Sechs vordringen. Die Bestätigung blieb danach aber nicht ganz überraschend aus, weil sie Ende Dezember gegen ähnliche Gegner diesmal keinen Bandvorteil hatte, Erst am Sonntag probte sie für heute in Saint-Galmier. Aber ein Fehler im ersten Bogen machte die Generalprobe zum Fiasko. Durch die Buchung von Eric Raffin bringt aber neue Hoffnung mit.


Erst im letzten Herbst hat BRELAN DU VIVIER (4) eine fast einjähruge Paause beendet. Mit nun fünf Rennen im Bauch hat sich der Hengst auch nicht beim Start ohne Hintereisen am 12. Dezember aufgedrängt. Als Siebter hatte der 10jähige schon einen riesigen Rückstand auf den Sieger. Auch barfuß wird das wohl nicht aufholbar sein, zumal es noch sehr viel anspruchsvoller wird.


Die Pferde von Philippe Allaire sind nur selten im Süden zu Gast. GOLDEN BRIDGE (5) ist einer des Duos, die sich heute die Ehre geben. In den letzten Monaten hat er sich dem Sprint in Vincennes verschrieben und auch als Sechster im Finale des Großen Preises der UET gefallen können. Genauso weit brachte es der Hengst auch am 19. Dezember in einem Gruppe III. Im Finish fehlte ihm dabei ein wenig der Freiraum sich völlig auszubreiten. Dabei war er nicht weit vom Sieger entfernt und erzielte in 11,8 auch noch eine neue Bestmarke. Er gehört hier zu den Gemeinten.


Nach dem Sommer hatte FREYJA DU PONT (6) gesundheitliche Probleme und wurde meist nur zum besseren Training an den Start gebracht. In der gesamten Zeit bis zum Jahresende hatte sie nur ein Zielrennen, welches im Oktober als Dritte zufriedenstellend beendet wurde. Danach war sie wieder eine Zeit verschwunden und im laufenden Wintermeeting bei allen vier Starts mit Eisen präsentiert wurde. Dabei war der Eindruck am 07. Januar in jedem Fall mehr als ordentlich. Zeit das nächste große Ziel ernsthaft anzugehen. Dafür hat Trainer Jean Michel Bazire seinen ehemaligen Lehrling Gabi Gelormin ausgewählt.


Die beiden Starter von Trainer Allaire sind nur schwer zu trennen. Auch FASHION QUEEN (7) meldet berechtigte Chancen an. Die Stute wurde in den letzten Monaten nur sehr gezielt eingesetzt, aber immer auf besserem Niveau. Am 12. Dezember trat sie für ihre Verhältnisse sehr schwach ein und konnte so auch nicht mehr ins Finish eingreifen. Als Sechste holte die Ready Cash-Tochter mit 12,7 aber auch noch einen neuen Rekord. Positiv gesehen ist sie mit nur einem Start pro Monat bestens ausgeruht. Die 6jährige muss den Start beim Debüt in Cagnes-Sur-Mer aber besser meistern.


DONA VIVA (8) ist die mit Abstand Konstanteste aus dem Stall Locquneux. Die Stute hat sich seit Ende August nur viermal der Öffentlichkeit präsentiert und nach den drei Siegen zuletzt in Vincennes eine ehrenvolle Niederlage abgeholt. Vor diesem einzigen Start im Winter hat sie knapp sechs Wochen pausiert und musste den letzten Kilometer in der Todesspur absolvieren. Von einem geschonten Gegner wurde sie am Ende leicht überlaufen und ist nun wieder ganze sieben Wochen ohne Rennroutine. Für einen kleinen Platz in der Königswette ist sie dennoch interessant.


ALTEA DE PIENCOURT (9) hat mit ihren elf Jahren keine drei Monate mehr Zet, um auf französischem Boden ihre Rente aufzubessern. zum Auftakt des Wintermeetings siegte die Stute, wenn auch etwas glücklich wegen der nachträglichen Herausnahme des eigentlichen Siegers, zu hohen Odds. Danach war sie auf ihrem geliebten kürzeren Weg als Fünfte gut im Bilde. Die erzielten 11,0 waren ohnehin nahe an der Bestmarke. Auch am 10. Dezember war sie flott unterwegs, blieb diesmal aber außerhalb der Prämien. Aus der zweiten Reihe lag sie diesmal einfach zu weit aus dem Rennen. Der Start sechs Tage später galt lediglich der Vorbereitung auf heute, ohne dass nähere Eindrücke gesammelt werden konnten. Sie ist zwar gut im ersten Band engagiert, trifft es aber wohl zu schwer an.


Bei solch einer Ausschreibung kommt man kaum an der Reise nach Cagnes-Sur-Mer vorbei. VALZER DI POGGIO (10) passt bis auf wenige hundert Euro in diese Gruppe-Rennen. Im Vorjahr hat der Love You-Sohn von Mai bis Anfang November in gut ausgesuchten Course Europeene eine unglaubliche Serie von elf Siegen hingelegt. Auch wenn er dabei oftmals drückend überlegen war, war der Versuch sich für den Amerique zu qualifizieren doch überraschend. Im "Bretagne" führte er lange, war dann aber auf den letzten Metern am Limit und hätte wohl auch ohne den späten Fehler den Sprung auf das Podest verpasst. Im zweiten "B" war der Fuchs auf der letzten Halben hauptsächlich die Zugmaschine für einen der Stallgefährten. Er selber war erneut auf den finalen hundert Metern und verlor die saubere Gangart, die nachträglich das Kleingeld einforderten. Am 07. Januar kherte er in seine Klasse und auf seine Distanz zurück. Auf der Gegenseite rückte er zum führenden Trainingspartner auf und hatte diesen im Ziel knapp im Griff. Der heute längere sollte in Anbetracht der überschaubaren Konkurrenz in seinem Band kein Hindernis darstellen.


-----2.950-----


Kleine Lichtblicke in der Vorsaison wurden von CHRISTO (11) mit den folgenden Starts immer wieder zunichte gemacht. In Cagnes-Sur-Mer fühlt sich der Wallach aber immer besonders wohl, wie der Ehrenplatz am 12. Dezmeber hinter dem Favoriten beweist. Aber zum Einen trifft es der 9jährige heute sehr viel schwieriger an, und zum Anderen bleibt er auf seinen vier Eisen. Das sollte dann nicht für die Wette reichen.


COLONEL BOND (12) hat in den letzten Monaten in einer kleineren Kategorie mit dem dritten Rang Mitte Dezember lediglich einen Ansatz geliefert. Hier drückt aber die Zulage, die vier Eisen und der fehlende Spitzenfahrer auf den Einsatz am Wettschein. Das sieht selbst der Trainer so in seiner negativen Einschätzung.


Im hohen Alter hat BAD BOY DU DOLLAR (13) noch einmal den Besitzer gewechselt. Der neue Trainer hat sich in der nächsten Aufgabe aber etwas vertan. Den Sprung aus dem Verkaufsrennen bis ins Gruppe III konnte der Hengst natürlich nicht mitgehen. Die sehr hohen Odds spiegelten die Chancen wieder. Hier wird es sehr ähnlich aussehen.


Das ALCOY (14) schon so lange auf einem sehr beständigen Niveau agiert, kann man dem Hengst kaum hoch genug anrechnen. Mit seinem ständigen Steuermann Christophe Martens bekommt der 7jährige oft harte Rennverläufe serviert. Bei den letzten vier Starts in Cagnes-Sur-Mer war das aber anders. Dort gab es vier beeindruckende Siege. Mitte August steckte er eine Zulage spielerisch weg und siegte überlegen. Zuletzt war er als Vierter in 11.1 nahe an seinem Rekord über die Linie getrabt. Zwischen diesen Auftritten in Paris war er schon einmal im Süden unterwegs. In Toulouse nahm er die fast 19.000 Euro überlegen mit und unterstrich die Rolle des heutigen Co-Favoriten.


Nach langer Abwesenheit tauchte ANGE DE LUNE (15) überraschend im Quartir von Andrea Guzzinati in Turin wieder auf. Ende des Vorjahres holte er dort sogar einen sicheren Sieg. Nun ist er in den letzten Zügen seiner Karriere in Frankreich. Dabei hat er sich auf dem nicht sonderlich beliebten langen Weg aber eine harte Aufgabe ausgesucht. Für eine kleine Überraschung ist er hinten raus aber vorzumerken.


Schon im Vorjahr war BULLE DE LAUMONT (16) in dieser Prüfung am Start, wurde aber disqualifiziert. Die Stute darf mit ihren zehn Jahren auf der Heimatpiste aber nicht unterschätzt werden. Ihre Endgeschwindigkeit war in Spitzenzeiten sensationell und führte Ende Juli noch zu einem sicheren Sieg an dieser Stelle. Anfang Oktober überraschte sie als späte Satteldebütantin auf Rang Zwei in Vincennes. Am 27. Dezember verlor die Hand Du Vivier-Tochter auf den letzten 700 Metern ihren Windschatten und tat sich dann auf den finalen Metern schwer. Der dritte Rang konnte aber verteidigt werden und vor ihr waren nur zwei absolute Bahnspezialisten. Heute ist sie in voller Montur unterwegs, kann in dieser Aufmachung aber meist ebenso viel Leistung anbieten.


Tipp:
VALZER DI POGGIO (10)
ALCOY (14)
GOLDEN BRIDGE (5)
FREYJA DU PONT (6)
FASHION QUEEN (7)


Für die Kombinationen: EDEN BASQUE (1) - COMTESSE DU CLOS (3) - BULLE DE LAUMONT (16)