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Aus der Radfahrerlage

Aus der Radfahrerlage
Nachschau Dinslaken, 05.10.2020

Nicht immer gewinnt der Führende - Michael Nimczyk einziger Doppelsieger – Graf Bismarck überlegen unter dem Sattel – Lady Quick Seriensiegerin

Gemeinhin gilt die Spitze als der bevorzugte Ort, von dem man auf einer Halbmeilenbahn gewinnen kann. Doch diese Faustregel galt am Montagabend in Dinslaken mehrfach nicht, denn gerade der Platz hinter dem Piloten, die sogenannte Radfahrerlage, erwies sich ein ums andere Mal als siegbringend. Insofern erlebten die Besucher am einzigen Oktoberrenntag in Dinslaken spannende Rennverläufe. Die Sieger wurden geehrt von Vertretern anwesender Schützenvereine, die sich zünftig präsentierten.

Nerven behalten

Wer innen als Zweiter trabt, hat zwar einen guten Transport, läuft aber immer Gefahr, nicht rechtzeitig auf freie Bahn zu kommen oder den Piloten nicht mehr abschießen zu können. Von solcher Gedankens Blässe nicht angekränkelt gab Sina Baruffolo die mit Aufwand eroberte Führung im einleitenden Rennen freiwillig wieder ab an Dreamline Promise. Dennoch konterte sie diesen dann locker mit Georgies Express in einem Lauf zum Drensteinfurt-Cup der Amateure aus.

Fast nach diesem Muster gewann im Anschluss Hypnotic Smart, doch Reinier Feelders musste den Piloten nicht erlegen, denn dieser schaffte sich selbst durch eine Galoppade im vorletzten Bogen aus der Partie. 

Geschlagen war Thomas Maßen mit Lady Quick in einem weiteren Amateurlauf zum Drensteinfurt-Cup nur scheinbar. Die innen aus der Radfahrerlage an ihr  vorbeigezogene Hind Beuckenswyk hatte im Ziel zwar die Nase vorn, dafür aber auch eine „Abkürzung“ innen gewählt, was die Rennleitung richtigerweise mit einer Disqualifikation im Nachhinein ahndete, so dass Lady Quick doch zur Seriensiegerin erklärt werden konnte. 

Start-Ziel

Aber natürlich gab es auch an diesem Abend die Start-Ziel-Erfolge. Rosalie Janssen duldete mit Jack vorn keine Opposition zum Auftakt der V6-Wette und gab damit das Muster vor für den Sieg von Landsmännin Jacky de Bel in der Hand von Luit de Vries.

Seinen Doppelschlag leitete Michael Nimczyk ebenfalls mit bewährter Rezeptur ein, denn Icebear Newport machte Start-Ziel den Protagonisten. Doch mit TomNJerry Diamant zum Abschluss war es sogar die „hintere Radfahrerlage“, die doch noch den Sieg brachte. Blitzstarter Fuggedaboutit durfte vorn schalten und walten, doch als TomNJerry Diamant auf der letzten Gegenseite aus dritter Position innen zur Attacke blies, wurden die Karten neu gemischt. In der Distanz hatte Fuggedaboutit zügig ausgespielt, TomNJerry Dimant zog locker über ihn hinweg.

Gunst der Stunde

Lea Ahokas nutzte die Gunst der Stunde im trabreiten eindrucksvoll. Erst fiel Topfavorit Florijn als Nichtstarter aus, dann sprangen zahlreiche Bandkollegen oder fanden das Geläuf gar nicht und hielte dabei dahinter startende Konkurrenten auf. So war Graf Bismarck im ersten Bogen plötzlich allein auf weiter Flur und ließ sich dann in der Folge nie mehr die Butter vom Brot nehmen. 

Auch Nick Schwarma machte sich die Umstände zunutze und profitierte bei tadelloser eigener Einteilung mit Maxl Crown Poet überdies von Patzern der Konkurrenz. Der wegspringende Pilot Early Smiling schaltete sich selbst aus und letztlich war der Poet stark genug, um sowohl den unblutig in Front gekommenen Juwel U ebenso locker zu halten wie Hope for Children, der sich vor der Marke entscheidende falsche Schritte erlaubt hatte.  

cb