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Derbysieger muss kämpfen

Derbysieger muss kämpfen
Nachschau Hamburg, 13.09.20
 
Arg holprig verlief der Start in den September, denn zwei Fehlstarts und ein fahrerloses Pferd verzögerten den Rennbeginn um rund 20 Minuten. Dann aber rollte das Programm bei spätsommerlichem Wetter ab - alles wurde allmählich besser. Und vor allem auch hochklassiger und spannender, denn der Auftritt des Derbysiegers war das erwartete Highlight gegen Ende des Renntages.
 
Velten von Flevo in der Pflicht
 
Leicht machte man es dem Derbysieger, der für einen Start im Grand Prix de L‘U.E.T. probte, jedoch nicht, denn als einziger mit einer Zulage bedacht, musste Velten von Flevo sein Rennen selbst machen. Niemand wartete auf ihn, insbesondere Prince of Persia nicht, mit dem Robbin Bot Tempo bolzte. Nach höllischem Tempo hatte Hugo Langeweg mit dem 1,2:1-Brenner endlich den Piloten erreicht und ausgangs der letzten Kurve im Griff, als der klug eingesetzte Mac Smily aus seinem Windschatten noch einmal mächtig auf Touren kam und dem 12,9 trabenden Sieger alles abverlangte. Damit reihte sich der Stargast des Renntages letztlich aber ein in den Reigen der Favoriten.
 
Unter pari
 
Gleich zu Beginn hatten weder zwei Fehlstarts noch eine Verzögerung wegen des fahrerlos gewordenen Aups de Betton Tom Karten am Sieg mit Versace Diamant hindern können. In Front schläferte er mit dem Ultrafavoriten zur Quote von 1,4:1 die Gegner ein und fuhr in der Distanz grußlos ab.
 
Kaum etwas zurück gab es auch auf Open Sky, hinter dem Josef Franzl Empathie bewies und die Gegner nicht vorzeitig in Grund und Boden fuhr, sondern erst auf der Zielgeraden sich mit geschulterter Peitsche verabschiedete und seinem Anhang zehn Prozent bescherte.
Deutlich mehr gab es nach dem Erfolg mit Maxi Cup, der sich trotz einer vollen Runde in dritter Spur mit viel Einsatzbereitschaft für 2,3:1 durchsetzte, womit die Dublette perfekt war.
 
Beeindruckend auch der Triumph von Gerben. Mit seinem Trainer Jeroen Offeringa, der mangels Fahreralternative selbst die Leine in die Hand hatte nehmen müssen, marschierte er außen herum und war zum Kurs von 1,7:1 nicht am Sieg über die tapfere Magic Love zu hindern.
 
Spannend
 
An spannenden Entscheidungen herrschte generell kein Mangel. Besonders packend ging es zu in einem Amateurfahren, das Hannes Bongartz mit El Amor nahezu gewonnen zu haben schien, als Maximilian Gerding mit Fabuleuse Paola ihn mit dem letzten Schritt festnagelte. Eclipse Rose und  Favoritin Open Season vervollständigten eine Viererwette, die feine 2.660:1 zahlte.
 
Überlegen
 
Ganz souverän fiel zum Auftakt der V6-Wette der Treffer von Calypso aus, mit dem Ronald de Beer in einer allerdings von Ausfällen geprägten Prüfung spazieren fuhr. Obwohl er beim Vorstoß eine Runde vor Schluss ausgerechnet beim Stallgefährten Perfect Hall auf Widerstand gestoßen war, setzte sich Big Boss As in einer passenden Aufgabe mit Kornelius Kluth ebenfalls am Ende überlegen durch.
 
Das tat in kaum zu erwartender Manier dann auch Man U zum Abschluss des Tages. Robbin Bot hatte mit dem Vierjährigen beim Jahresdebut keinerlei Mühe, die bis dato 2020 ungeschlagene Lasbekerin Ovation L.A. an sich zerschellen zu lassen, deren 14,8 in der 12.000 EUR-Garnitur einfach nicht zum Sieg reichten.
 
CB