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Als frischer Sieger nach Paris

Als frischer Sieger nach Paris
Nachschau Gelsenkirchen, 01.03.2020
 
Erfolgreiche Generalprobe von Great Gatsby As – Erwin Bot punktet auch mit Außenseiter O.M. Dustin – Stiefbruder Robbin ebenfalls mit zwei Zählern – Jenna Transs R und Mr Blitzer Byd setzen ihre Siegesserien fort – Candyman Hornline siegt am grünen Tisch
 
(GelsentrabPR) – Gelsentrab läutete den meteorologischen Frühling am Sonntag mit einem kurzweiligen Neun-Rennen-Programm ein und durfte einen interessanten Gast begrüßen, der zu den besten seines Jahrgangs in Deutschland zählt und die »Wettstar März-Meile« als Generalprobe für ein Engagement in Frankreich nutzte.
 
Für Frankreich gerüstet?
 
Great Gatsby As soll am 10. März in Paris-Enghien eine 37.000 Euro-Partie bestreiten und holte sich nach rund viereinhalb Monaten ohne Wettkampf den Feinschliff am Nienhausen Busch, wo er im Juli 2018 mit einem dritten Rang in seine Karriere gestartet war. Inzwischen hat der Fünfjährige aus dem Besitz der Gerrits Trading GmbH über 60.000 Euro auf dem Konto und ging als Co-Favorit in das sportliche Hauptereignis des zweiten Gelsenkirchener Wochenrenntags, das über die kurze Distanz von 1.609 Metern führte und mit insgesamt 3.100 Euro an Preisgeldern lockte.
 
Von Startposition vier ließ Great Gatsby zunächst dem Außenseiter Antoine du Bourg (Henk Grift) den Vortritt, gab die Zurückhaltung dann jedoch schnell auf und übernahm nach 550 Metern seinerseits das Kommando. Unbedrängt diktierte der Abano As-Sohn in der Folge das Geschehen und sammelte Körner für den Endkampf, die er überraschend auch dringend benötigte. Antoine du Bourg gab sich im Zieleinlauf keinesfalls mit dem zweiten Geld zufrieden, fühlte dem halb so alten Piloten nochmals richtig auf den Zahn und hätte ihn ganz zum Schluss sogar wohl noch geschlagen – wenn der Zielpfosten nur wenige Meter weiter hinten gestanden hätte. So jedoch darf Great Gatsby As mit dem Gefühl des frischen Erfolgs in neuer persönlicher Bestzeit (1:13,0) nach Frankreich reisen und hoffentlich Ehre für seinen dort als »Prix d’Amérique«-Sieger bestens bekannten Vater und Züchter Alwin Schockemöhle einlegen.
 
Der am Totalisator mit 1,9:1 noch etwas höher als der letztliche Sieger eingeschätzte Everest Vedaquais (Roland Hülskath) musste sich nach verhaltenem Start dieses Mal übrigens mit Platz drei zufriedengeben, hatte mit seinem Trainingsgefährten Antoine du Bourg aber ja einen würdigen Vertreter.
 
Viermal Bot
 
Erwin Bot hatte vor seinem Erfolg in der höchsten Tagesklasse bereits mit O.M. Dustin auf dem Besitz von Jennifer Schmidt und Marco Schindler für eine kräftige Überraschung gesorgt, womit er an diesem Nachmittag ebenso oft in den Winner Circle einzog wie sein Stiefbruder Robbin Bot. Der seit geraumer Zeit für den Willicher Champion-Stall Nimczyk tätige Niederländer eröffnete die Veranstaltung mit einem überlegenen Pflichttreffer mit Empereur de Moon und führte später Jenna Transs R zum fünften Sieg in Serie. Als Vertreter für den am Mittag bei der PMU-Veranstaltung in Hamburg engagierten Michael Nimczyk dirigierte Robbin Bot die Stute im ersten Bogen an die Spitze und hielt seinen älteren Stiefbruder Erwin im Sulky des außen herum nie nachlassenden Racing in Time in einer schnellen Endphase sicher in Schach.
 
Weiter in der Erfolgsspur
 
Neben Jenna Transs R setzte auch Mr Blitzer Byd seine Siegesserie in der Feldmark fort. Der Nachkomme von Marco di Jesolo machte sich aus der Position außen hinter einem Führpferd auf der Überseite auf den Vormarsch, ließ die an der Spitze bis dahin völlig unbehelligte Noelani (Jochen Holzschuh) seinen Atem im Schlussbogen spüren und lief auf der Zielgeraden schließlich mit spielerischer Leichtigkeit vorbei.
 
Zum Sieger erklärt
 
Den Schlusspunkt hinter die Veranstaltung setzte Candyman Hornline (Thomas Maaßen), der die Linie in einem 
Amateurfahren zwar hinter Lordano Ass (Simon Siebert) erreicht hatte, von der Rennleitung jedoch am grünen Tisch zum Sieger erklärt wurde. Der führende Schwarma-Schützling war im Einlauf etwa eine Spur nach außen gelaufen und hatte den nur eine Kopf-Länge geschlagenen Angreifer dabei so sehr behindert, dass die Stewards sich zur nachträglichen Ergebnis-Korrektur gezwungen sahen. Der Einfluss auf die V7-Wette dürfte dabei nur gering gewesen sein, denn beide Wallache gehörten praktisch auf jeden Schein und dürften für den Geldsegen zum »Wechselkurs« von 46.498:10 allenfalls mitverantwortlich gewesen sein.