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Callijo Delbi als Bank für die ersten Fünf

Callijo Delbi als Bank für die ersten Fünf
Quinte+ Cagnes-Sur Mer, 14.02.2020 13.50h 
 
Die zweitägige Pause in Vincennes füllt Cagnes-Sur-Mer mit zwei Quinte-Rennen aus. Bevor morgen die Galopper die Königswette unter sich ausmachen, kommt es heute zur europäisch ausgeschriebenen Partie für die Traber. Dabei hat sich nur ein Ausländer in die Bänderstartprüfung gewagt. Robert Bergh schickt Angel Of Attack (11) ins Rennen und darf nach dem frischen Sieg auch heute als einer der Anwärter für ganz vorne gehandelt werden. Ebenfalls im ersten Band wird er aber von Callijo Delbi (9) hart gefordert. Das Duo findet eine perfekte Ausgangslage vor und wird nur schwer aus der Fünferwette zu drücken sein.
 
Prix Jean Boillereau / 13.50h / 53.000 Euro - 2.925m Bänderstart
 
 
----- 2.950m -----
 
ALTEA DE PIENCOURT (1) bot im Wintermeeting gute Ansätze, setzte sich aber nicht durch. Ende Dezember konnte sich Junior Guelpa über einen vierten Rang in einem niedrigen 13er-Schnitt freuen. Nachlegen konnte die 10jährige aber nicht, weil sie am 25. Januar nach einem großen Startfehler disqualifiziert wurde. Nach dem frühen Aus machte sie aber läuferisch einen sehr guten Eindruck und stellte noch mehr als nur den Kontakt zum Feld her. Auf der Heimatbahn in Cagnes-Sur-Mer landete sie dann wieder als Dritte auf dem Podium. Allerdings hätte man an dem Tag in dieser Konkurrenz ein wenig mehr erwarten dürfen. Die Qualität der Gegner steigt heute wieder ein wenig an, was sie am ehesten in die erweiterten Wetten bringt.
 
Seit ihrer Ankunft im Süden hat sich CORAL SEA (2) wieder ein wenig gefestigt, aber wirkliche Leistungen auf denen man heute aufbauen könnte, wurden barfuß erzielt. Heute behält die Stute ihre Schuhe an und wird somit andere Aufgaben als Ziel anvisieren.
 
Vom Schwierigkeitsgrad her liegen die Normandie und der Süden sicherlich dicht beisammen. Für DEVIRMONT (3) gilt das aber weniger. Der 7jährige kommt mit dem Kurs in Cagnes-Sur-Mer bislang weniger zurecht. Aus vier Versuchen konnte der Wallach nur ein kleines Geld mitnehmen. Auch bei der Generalprobe ging es gründlich schief. Schon kurz nach dem Eindrehen sprang sich der Kaiser Soze-Sohn aus dem Rennen und bildet somit für heute nur die zweite Wahl.
 
Wenn man sich streng an der Zeit orientiert, hat CASH DES CAILLONS (4) den Sieg von Mitte Januar in 13,9 beim nächsten Start mehr als bestätigt. Über die 2.700m Autostart siegte er nach Kampf. Ebenfalls auf dem langen Weg, aber aus dem Band gestartet war der Paris Haufor-Sohn sogar eine Zehntel schneller unterwegs, was aber nur zum vierten Rang reichte. Für das Podest knapp unterlegen, fehlten zum siegreichen Angle Of Attack schon zwei Längen. Conchitana Jenilou wurde aber sicher gehalten.
 
Franck Ouvrie gab als Besitzer und Trainer von BACCHUS D´ELA (5) auf und verkaufte den Wallach in den Süden. Loris Garcia ist der neue Mentor und steuerte den Quaro-Sohn beim Debüt in Cagnes-Sur-Mer. Der Start hätte aber kaum schlechter laufen können. Mit einem großen Patzer verlor der 9jährige reichlich Meter. Garcia wollte aber nicht so schnell aufgeben und schickte seinen neuen Schützling auf der letzten Überseite wieder in Richtung Spitzengruppe. Im letzten Bogen wurde der Kraftakt aber sichtbar. Unter Druck geraten quittierte er die Aufforderung mit einem weiteren Fehler, der zum Aus führte. Zumindest läuferisch konnte er damit überzeugen und darf nicht an der Papierform gemessen werden.
 
Von den beiden Startern aus dem Stall Ensch geht BLACK D´ARJEANC (6) als klare erste Farbe in die Partie. Mit schon vier Jahresstarts hat der Wallach schon ein gewisses Pensum hinter sich, wobei die letzten beiden Versuche nur zum Formaufbau für dieses perfekte Engagement geplant waren. Die bislang beste Saisonleistung war am 09. Januar fällig. Als Dritter im Prix De La Cote D´Azur komplettierte er hinter zwei sehr viel stärkeren Trabern das Podest. Dabei setzte er auf den letzten Metern sogar einen Earl Simon noch unter Druck. Knüpft er an diese Form an, ist der 9jährige kaum aus der Wette zu denken.
 
CONCHITANA JENILOU (7) setzte sich am 09. Januar als Favoritin erstaunlich leicht durch. Von Franck Nivard perfekt im Mittelfeld positioniert, machte die Stute auf der letzten Halben, ohne dass eine echte Aufforderung nötig gewesen wären, eine Menge Boden gut und überlief die letzten Konkurrenten spielerisch. Für den Start am 31. Januar stand der Catchdriver nicht mehr zur Verfügung. Romain Derieux wurde von Formtrainer Jean Pierre Ensch gebucht. Derieux hatte aber weniger Rennglück. Der Angriff erfolgte zum selben Zeitpunkt, aber unterwegs wurde die 8jährige vom springenden Bacchus D´Ela aufgehalten. Das kostete viel Schwung somit auch einen besseren als den fünften Rang. Zu Cash Des Caillons fehlten schon ein paar Meter.
 
BRILLANT MADRIK (8) hat sich im letzten Jahr wegen gesundheitlicher Probleme nur schwer in die Saison gearbeitet. Lediglich in der tiefen Provinz gab es Erfolge zu feiern. Nach einem Ehrenplatz auf der Bahn von Auch Mitte November wurde der Trainer wohl übermütig und startete in Vincennes. Dort gab es, wie auch bei den nächsten beiden Starts, nichts zu verdienen. Auch wenn der Trainer heute wieder optimistisch ist, darf man auf den 9jährigen verzichten.
 
Nach seinem starken Doppelpack wurde CALLIJO DELBI (9) am 22. Januar nur intensiv auf den heutigen Auftritt vorbereitet. Und die Chancen stehen gut das der Wallach an die Treffer anknüpfen kann. Selbst mit vier Eisen war der 8jährige bereit um das Kleingeld mitzukämpfen. Viel mehr als Platz hätte es aber auch nicht sein dürfen. Ansonsten hätte der Rieussec-Sohn die Grundmarke aufgeben müssen. Steve Stefano konnte mit ihm schon drei Siege herausfahren. Das Duo ist für die Quinte fest eingeplant.
 
Die Hauptaufgabe von Laurent Guy Richard im Sulky von BALTHZAR MAZA (10) wird es sein, den Wallach wieder so gut wie am 22. Januar zu verstecken. Nach zuvor einer Reihe von Starts ohne Prämie waren die Wetter logischerweise nicht mehr überzeugt und schickten den 9jährigen für vierstellige Odds ins Rennen. Nach einem flotten Start und der Lage an der Innenkante im Vorderfeld, konnte der Prodigious-Sohn den fünften Rang verteidigen und damit die Königswette überraschend komplettieren. Das Kunststück zu wiederholen, wird aber schwieriger.
 
Für den Winter wurde ANGLE OF ATTACK (11) wieder in Frankreich stationiert. Bei den ersten beiden Starts in Vincennes zeigte er auch keine schlechte Form, konnte aber nichts zum Hafer beitragen. Trainer Robert Bergh hatte mit seinem guten Management noch ein Ass im Ärmel. In Cagnes-Sur-Mer fand er Ende Januar eine sehr passende Aufgabe, die der Wallach auch für sich entscheiden konnte. Dabei wurden auch die heute engagierten Cash Des Caillions und Conchitana Jenilou deutlich auf die Ränge Vier und Fünf verwiesen. Außerdem gab es an dem Tag eine Siegbörse von 17.500 Euro. Dafür muss der 8jährige in Vincennes ganz anderes Kaliber in Schach halten. Erneut im Süden angegeben findet der Frontrenner im ersten Band eine nahezu perfekte Ausschreibung.
 
----- 2.975m -----
 
Nach der halbjährigen Pause wurde BOURBON SOMOLLI (12) mit viel Einsatz auf den Start am 04. Februar vorbereitet. Der Sam Bourbon-Sohn hatte aber keinen Moment und wird auch beim Wechsel auf einen barfüßigen Auftritt den Weg in die Gelder nur schwerlich meistern.
 
Kurz nachdem Michel Lenoir seinen CHRISTO (13) verkauft hat, ging die Form des Wallachs den Bach runter. Der Trainer behauptete zwar immer, dass der 8jährige auch mit Eisen an seine Leistungsgrenze heran gehen kann, aber der Beweis konnte in den letzten Monaten nicht mehr erbracht werden. Für die letzten beiden Versuche wurde er barfuß ins Rennen geführt und konnte zwar Gelder mitnehmen, gefiel dabei aber nicht so, wie man es sich vorgestellt hätte. Der Anhang unter den Wettern kann auf den nächsten Start warten.
 
Für DELLORO VEDAQUAIS (14) sprich nicht allzu viel. Zumindest hat sich der Wallach beim letzten Auftritt wieder in die Gelder gekämpft, wobei er bei der Gelegenheit auf Bulle De Laumont im Einlauf gute sechs Längen verlor. Gegen einen Black D´Arjeanc konnte er sich wiederum um gute sechs Längen besser platzieren. Allerdings bekommt der erneute Gegner heute 25 Meter Vorgabe. Trainer Dominique Raffini schickt den Wallach auch noch mit vollem Beschlag in die Partie.
 
Warum VANDERLOV (15) mit seinen elf Jahren noch einmal ins Rennen geschickt wird, versteht wahrscheinlich nur der Trainer. Mit vier Eisen und der Zulage wird er kurz vor der Rente wohl auch nicht mehr auf ein passendes Rennen warten.
 
BULLE DE LAUMONT (16) lief sich im Vorjahr wieder in Topform. Auch wenn die fünffache Siegesserie im Sommer gerissen ist, waren die Leistungen der Stute für ihr Alter immer noch herausragend. Zum Jahresende wurde sie mit vollem Beschlag Vierte im Grand Prix De Noel und zeigte damit, dass sie weiterhin zu den besten Stuten des Südens gehört. Beim Saisonstart mutete Trainer Stephane Cingland auf weiten Wegen durch den letzten Bogen zu viel zu. Einer ihrer seltenen Fehler beendete ein Rennen, was eh nicht mehr ins Geld geführt hätte. Die Korrektur folgte aber schon beim nächsten Versuch. Mit ihrem höllischen Speed holte die Hand Du Vivier-Tochter noch den Ehrenrang aus dem Feuer. Damit hat sie sich wieder mit Nachdruck ins Gespräch gebracht.
 
Tipp:
CALLIJO DELBI (9)
ANGLE OF ATTACK (11)
BULLE DE LAUMONT (16)
BLACK D´ARJEANC (6)
CASH DES CAILLONS (4)
 
Für die Kombinationen: BACCHUS D´ELA (5) - CONCHITANA JENILOU (7) - BALTHZAR MAZA (10)