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Quotenknaller zum Saisonauftakt

Quotenknaller zum Saisonauftakt
Nachschau Gelsenkirchen, 05.01.2019
 
Sciacallo OM sorgt beim Comeback für 210:10-Kracher – V6 zahlt sensationelle 472.479:10 – Velten Las Vegas und Co. stoppen Arquana As – Erwin Bot mit zwei Siegen dennoch erfolgreichster Sulkyprofi des Nachmittags – Julia Knoch bei den Amateuren mit zwei Volltreffern – Genius Josselyn überzeugt beim Deutschland-Debüt
 
(GelsentrabPR) – 32 Renntage veranstaltet Gelsentrab im Jahr 2020 und damit vier mehr als im vergangenen Jahr. Den Anfang machte man direkt am ersten Sonntag der neuen Saison mit elf Prüfungen, die nach einem vollen Terminkalender Ende 2019 teilweise eine nur dünne Besetzung fanden und sich durch zwölf Nichtstarter noch übersichtlicher zeigten. Wettmöglichkeiten boten sich dennoch mehr als genug, was eine sensationelle Quote von 472.479:10 in der V6 belegt.
 
Mit viel Speed
 
Ursächlich für den Geldsegen war maßgeblich die Partie für die höchste Tagesklasse bis 60.000 Euro Gewinnsumme, in der sich mit Sciacallo OM ein 210:10-Außenseiter durchsetzte. Der Schweden-Heimkehrer präsentierte sich nach einer zweimonatigen Pause auf Anhieb in starker Verfassung, bekam vom erstmals in seinem Sulky sitzenden Robbin Bot ein Maßrennen außen hinter einem Führpferd serviert und sprintete mit dem letzten Schritt an dem hoch eingeschätzten Fuggedaboutit (Tom Kooyman), dem gleichfalls aus Schweden zurückgekehrten Harley As (Jan Thijs de Jong) und Dean Bros (Jeffrey Mieras) vorbei (Viererwette 38.409:10).
 
Mit einer durchschnittlichen Kilometerzeit von 1:13,1 (1.609 Meter) blieb der verletzungsgeplagte Wallach aus dem Besitz der Tierärzte Dr. Graé und Dr. Tilkorn dabei deutlich über seiner Bestmarke von 1:11,5, war aber nur eine Zehntel langsamer als beim einzigen Vorjahreserfolg bei seinem damaligen Saisonauftakt in Hamburg.
 
Zu viel Tempo
 
Flott zur Sache ging es auch im zweiten Viererwette-Rennen des Nachmittags, dem gut besetzten »Preis vom Nienhausen Busch«. Verantwortlich dafür zeichnete in erster Linie Erwin Bot, der Arquana As vor evtl. Engagements in Frankreich scheinbar testen wollte und an der Spitze ordentlich Tempo bolzte. Zu viel, wie sich am Ende herausstellte. Die erst vierjährige Chapter Seven-Tochter konnte den unvermeidlichen Attacken der älteren und erfahreneren Konkurrenten auf der Zielgeraden kaum etwas entgegensetzen und endete als Vierte letztlich klar hinter den mächtig hohen Erwartungen des wettenden Publikums, das sie nach ihrem erfolgreichen Comeback im Dezember kurzerhand zur 23:10-Favoritin erklärt hatte.


Dass die Bäume auch für die Vierjährige offensichtlich nicht in den Himmel wachsen, nutzte insbesondere Velten Las Vegas, den Niels Jongejans vor Erreichen des Schlussbogens aus dritter Position mutig in die Außenspur dirigierte, um zur Pilotin aufzuschließen und sie in der entscheidenden Phase schnell auf den harten Boden der Tatsachen zurückzuholen. Damit war der Sieg für den Sechsjährigen jedoch lange nicht in trockenen Tüchern, denn Kiss Me Bo (Michael Nimczyk) ließ sich nach beinahe perfektem Rennverlauf an der Innenkante nie abschütteln und kam auf den allerletzten Metern sogar noch bedrohlich nahe, schlussendlich jedoch nicht ganz vorbei. Reados letzter Nachkomme, Noubliez jamais (Jaap van Rijn), sicherte sich mit starkem Finish das dritte Geld.
 
Bot und Knoch doppelt
 
Trotz der Niederlage mit Arquana As war Erwin Bot der erfolgreichste Sulkyprofi bei der Gelsenkirchener Saisoneröffnung. Der Niederländer stellte mit dem völlig überlegenen Debütanten Racing in Time und dem nicht weniger eindrucksvollen Aragorn As zwei interessante Vierjährige aus dem Stall Gerrits vor und war damit genauso oft erfolgreich wie Julia Knoch. Die Amateurfahrerin bewies an diesem Sonntag ein Händchen für Franzosen und steuerte nach Fifi du Gassel zum Auftakt auch Favori de la Basle zum Sieg.
 
Premiere gelungen
 
Französischer Abstammung waren auch die Teilnehmer in der Prüfung für die 10.000 Euro-Klasse, die der gewinnärmste und jüngste Teilnehmer Genius Josselyn für sich entschied. Der von Henk Grift für den Stal de Groningers vorbereitete Vierjährige machte beim ersten Deutschland-Start einen nervösen Eindruck, hatte mit dem trotz seines noch jungen Alters als eiskalt geltenden Jaap van Rijn jedoch den perfekten Partner hinter sich und gewann am Ende sogar überlegen vor Rita Drees‘ Elton des Epines (Eckhardt Drees), der wiederum von der späten Disqualifikation des eigentlich als Zweiter über die Linie gelaufenen Chilling Rainbow (Danny den Dubbelden) profitierte.
 
Die nächsten Rennen gibt es im GelsenTrabPark in zwei Wochen (19. Januar), dann gibt es möglicherweise auch ein Wiedersehen mit Ernie Digger, der unter Deutschlands erfolgreichster Trabreiterin, Ronja Walter, zum Saisonauftakt erstmals in einer neuen Disziplin auftrumpfte und in dieser noch für einige Furore sorgen könnte.