Schweden-Tag in Bahrenfeld

Schweden-Tag in Bahrenfeld
Nachschau Hamburg-Bahrenfeld, 24.11.2019
 
Sechs der acht Rennen gehen an schwedische Pferde – Natorp Bo im Hamburger Winterfavorit – Prosperous im Frei-für-Alle – Hector Boko in Tagesbestzeit - Zweimal Josef Franzl
 
Wenn Hamburg die „einzige Rennbahn Schwedens“ außerhalb Schwedens ist, dann gab es am letzten November-Sonntag eine eindrucksvolle Bestätigung dafür. Gleich sechs der acht Rennen gingen an Pferde aus dem schwedischen Gestütsbuch, darunter die wichtigsten Prüfungen des Tages. Es war Schweden-Tag in Bahrenfeld.
 
Natorp Bo glattgehend nicht zu boxen
 
Mit einem einzigen Pferd hatte sich Dion Tesselaar auf den Weg nach Hamburg begeben. Der Niederländer brachte den schnellen, aber bislang recht unsicheren Natorp Bo mit zum Hautrennen des Tages, als es um 20.000 EUR im „Hamburger Winterfavorit“ ging. Nach vorsichtigem Beginn nahm der Rapphengst die Sache auf der Schlussrunde in Angriff, räumte alle Hindernisse aus dem Weg, war im zweiten Bogen bereits vorn und lief sein Rennen in tollen  15,2 nach Hause, völlig unbeeindruckt vom Totofavoriten Kaj di Quattro, der dem Sieger nur bis zur letzten Ecke auf den Fersen bleiben konnte, sich seinerseits aber locker gegen The Natural behauptete, während der Rest bei den Youngsters fehlerhaft war.
 
Aus Schweden
 
Ebenso wie Natorp Bo stand auch der zweite Sieger aus dem Stall Habo an diesem grauen November-Tag im schwedischen Gestütsbuch. Der seinen Rekord von 12,5 über die Meile auslaufende Hector Boko hatte sich ebenfalls im vorletzten Bogen an die Spitze gesetzt und war mit Jaap van Rijn auch von der dort abgelösten Opalis nicht mehr zu beeindrucken, die es zwar noch einmal versuchte, aber auf Granit biss. Der Favorit im Rennen der besten Tagesklasse war der Doppelsieger Prosperous. Der von Henk Grift für Marcus Lindgren trainierte Wallach hatte im Vorjahr im Großen Preis von Deutschland einen dritten Rang belegen können, sich in diesem Jahr aber nicht so gut angelassen. Seit dem Standortwechsel zu Grift läuft es: Drei Siege en suite, der Kurs geht Richtung Paris. Diesmal war bereits ausgangs des ersten Bogens, als Jörgen Sjunnesson in Front gefahren war, alles klar für de 13,3 über die Mitteldistanz trabenden Prosperous, der Hambo Transs R und Halva von Haithabu keinen Stich ließ.
 
Auch der erste Sieger für Josef Franzl entstammt dem schwedischen Gestütsbuch, denn Newport Beach ist schwedisch registriert. Von der Spitze aus korrigierte der Ready Cash-Sohn das jüngste Scheitern und gewann überaus souverän gegen Aragorn As und Valentijn Newport. Treffer Nummer zwei war dann zum Abschluss fällig mit Naheed, der anfangs in einer überpaceten Partie weit aus dem Rennen lag, aber in der Distanz zur Stelle war und sich den wackeren Joe Cocker noch greifen konnte. Mit Guele de Quick (Maik Esper) zum Auftakt und dem meisterhaft von Heinz Wewering vorgetragenen Pepper K.L. setzten sich weitere schwedisch registrierte Pferde durch, während Thomas Panschow mit Cashgirl Hall in der Anfängerklasse auch der offiziellen deutschen Zucht einen Treffer bescherte.