New Dawn dominiert Großen Preis von Niederbayern

New Dawn dominiert Großen Preis von Niederbayern
Nachschau Straubing, 02.11.2019

Ida F Boko gewinnt den Stutenpokal und wird Straubinger Pferd des Jahres 2019

 (trab-sr/hb) Zum Straubinger Saisonhöhepunkt der Traber war das Tribünenhaus am Samstag prall gefüllt, und auch an den Banden fanden sich zahlreiche Zuschauer ein. Im sportlichen Mittelpunkt standen zwei Standardrennen: New Dawn mit Alexander Kelm dominierte den 20.000 Euro wertvollen wettstar.de- Großer Preis von Niederbayern. Im Preis des Bayerischen Landwirtschaftsministeriums ließ Ida F Boko (Rudi Haller) nichts anbrennen und schnappte sich nicht nur den Siegerscheck sondern vorzeitig den Titel „Straubinger Pferd des Jahres 2019“. Im Anna Schumm-Rennen siegte Suarez (Walter Herrnreiter) und im Preis der Mediengruppe Straubinger Tagblatt/Landshuter Zeitung kehrte Canyon Castelets (Christoph Schwarz) wieder auf die Siegerstraße zurück.
 
Die zehn am späten Samstagnachmittag in Straubing angebotenen Rennen fanden den erwarteten Zuschauerzuspruch. Im Mittelpunkt des Interesses stand der wettstar.de - Großer Preis von Niederbayern, dotiert mit 20.000 Euro. Zwölf Pferde traten aus drei Bändern über die Steherdistanz von 2.800 Metern an. Von der Grundmarke kam New Dawn (Alexander Kelm) glänzend ab und sicherte sich die Führung vor Troubadour GK (Herbert Strobl) und Robin Hood Diamant (Stefan Hiendlmeier), wogegen Nico Way (Rudi Haller) durch eine Galoppade ausfiel. Cachamour (Marian Tux) aus dem zweiten Band führte als Dritter außen die zweite Spur an, dahinter fanden Jamie Oliver (Christoph Schwarz) und Gri di Caprio (Andreas Geineder) ihre Position. Hinter Samir (Peter Platzer) und Man in Black (Andreas Strobl) war zunächst noch eine Lücke zu den Pferden mit Höchstzulagen. Doch bis zum Beginn der Schlussrunde hatten Celestial Light T K (Gerhard Biendl) und Halva von Haithabu (Dennis Spangenberg) den engen Kontakt hergestellt. Auf der letzten Überseite blies Troubadour G K zum Rückzug, Cachamour sprang bis zur Disqualifikation. Vorne aber legte New Dawn zu und verschaffte sich einen passablen Vorsprung, den er bis ins Ziel in der Siegzeit von 18,1 beibehielt. Mit einer großartigen Schlussleistung holte sich die unverwüstliche Celestial Light T K den Ehrenplatz vor Jamie Olivier, die weiteren Gelder gingen an Halva von Haithabu und Gri di Caprio. Für Siegfahrer Alexander Kelm war es bei seiner ersten Fahrt in Straubing zugleich der erste Big Point in der noch jungen Karriere.
 
Das zweite Highlight des Tages bildete der Preis des Bayerischen Landwirtschaftsministeriums, gelaufen als wettstar.de- Niederbayerischer Stutenpokal um 8.000 Euro. Hier übernahm Rudi Haller mit Ida F Boko aus dem ersten Band gleich das Kommando, diktierte unangefochten das Geschehen und wies im Einlauf den Angriff von Ulalia (Alexander Kelm) ab. Sotchi Santana (Christoph Fischer) erreichte den dritten Rang, nachdem Valencia (Matthias Schambeck) und Mystical Sunshine (Herbert Lorenz) in der Endphase am Turm endeten. Für Ida F Boko war es der fünfte Bahnsieg. Damit ist die Vierjährige des Stalles Sinos schon vorzeitig Straubinger Pferd des Jahres 2019.
 
Rudolf Haller war in der Einleitung mit Pompano Julian schon erfolgreich. Trotz Tagesbestzeit von 17,5 musste er sich allerdings den Sieg mit Delux MS im Toten Rennen teilen. Josef Sparber arbeitete sich mit dem laufstarken Slowenen nach einer kurzen Startunsicherheit an der Außenspur nach vorn und ließ auch im Finish nicht nach.
 
In der Beginnerklasse brachte Josef Sparber Salvedonatella als Vierte außen in eine günstige Position, griff im Einlauf an und verhalf der Stute zum ersten Volltreffer vor Esprit d ´Amour (Matthias Schambeck) und Waldblume Venus (Josef Franzl). In der nächsthöheren Klasse brachte Josef Franzl Seppi Barosso wieder auf die Siegerstraße zurück. Castellon (Rudi Haller) bedrängte ihn als Einziger im Einlauf, wurde dabei aber wieder Opfer seiner Unsicherheit. So gingen die Plätze an Elite Somolli (Josef Sparber) und Jeremy Dragon (Marisa Bock).
 
Das Jackpotrennen der Zweierwette wurde eine sichere Beute von Stefan Hiendlmeier mit L´Amicus. Aus der zweiten Reihe gestartet zog er mit einem Vorstoß auf der Zuschauerseite an die Spitze und blieb fortan hochüberlegen. Holiday Dragon (Hans Hellmeier) behielt dahinter seinen Platz vor Guzz Boko (Marisa Bock).
 
Im Anna Schumm-Rennen ließ Walter Herrnreiter mit Suarez auf der ersten Überseite die attackierende Bellice BR (Gerd Biendl) passieren. Eine Runde später schlug er aber vehement zurück und verabschiedete sich deutlich vom Feld. Im Kampf um die Plätze behauptete sich Zucchero (Peter Platzer) vor Commander H (Andreas Geineder) und Call me Ritter (Herbert Strobl).
 
Für die Überraschung des Tages sorgte Scott, mit dem Christoph Schwarz im zweiten Abschnitt ständig Druck auf den führenden Power of Rhythm (Rudi Haller) ausübte, bis der Widerstand schließlich gebrochen war. Auch Cortina Viking (Josef Franzl) und Serafino (Josef Sparber) konnten gegen den 189:10-Außenseiter nichts mehr ausrichten.
 
Im Preis von Pinning für die Amateure bewies Offroader über die lange Distanz die beste Kondition. Marie Lindinger setzte sich auf der Zielgeraden von Chucky Mearas (Peter Platzer) ab, der auch noch Vasco As (Jennifer Silchinger-Venus) vor sich anerkennen musste. Gri Power Jet (Alois Ortner) komplettierte die Viererwette. Zweieinhalb Runden mussten auch die Franzosentraber im abschließenden Preis der Mediengruppe Straubinger Tagblatt/Landshuter Zeitung absolvieren. Canyon Castelets machte hier seine Zulagen in der Hand von Christoph Schwarz spielend wett und verwies Bastien du Chef (Melanie Fleschhut) sowie DJ D´Urfist (Sophia Raschat) deutlich auf die Plätze. In der Straubinger Fahrerwertung liegt nun Schwarz mit Haller gleichauf.
 
Nächster Renntag in Straubing ist eine PMU-Mittagsveranstaltung am Montag, 25. November, ab 11.30 Uhr.