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Gramüller-Dreijährige bereit für Berlin

Gramüller-Dreijährige bereit für Berlin
Nachschau München-Daglfing, 07.07.2019
 
River Flow überrascht mit Christoph Schwarz - Gerd Biendl siegt dreimal - Velvet Affair feiert den ersten Jahressieg - Erha d’Antan aus dem ersten Band im TF-Rennen nicht zu gefährden - Abzugsenkung bringt deutliche Belegung in der Sieg- und Platzwette - V3-Wette wird auf Anhieb gut angenommen - Gute Stimmung beim Familienrenntag
 
Der Familien-Renntag in Daglfing stand unter einem bedingt guten Stern, denn das Wetter spielte nicht so ganz mit und öffnete in der Früh und während des Renntags seine Schleusen, sodass ein weiterer Daglfinger Publikumsrenntag nicht unter dem besten Stern stand.
 
Highlight der Karte war die Wettstar.de - Daglfings Dreijährigen Offensive III in der sechs Teilnehmer gemeldet, allerdings nur fünf an den Start gingen da Airborne dessen Auftritt auf dieser Ebene von vielen mit Spannung erwartet wurde zum Leide des Veranstalters ausfiel. Die Geschichte des Rennens ist schnell erzählt, denn Black Star der Sieger der Offensive II patzte am Start und fiel weit zurück, Bitter Lemon übernahm wie vor 14 Tagen das Kommando und führte bis weit in den Einlauf, ehe Christoph Schwarz River Flow außen einsetzte, den Baltimore As-Sohn der Besitzergemeinschaft Gramüller / Holzapfel mächtig schnell machte und sicher mit einer halben Länge den Trainingsgefährten Bitter Lemon abfing. Rancoon lief ein unauffälliges Rennen und endete auf Rang drei vor Black Star und Prinzess K.
 
Der Renntag begann mit einem ersten Karriereerfolg für Bellaya CG die als 112:10 Außenseiterin überraschend leicht mit 2 1/2 Längen zum Zuge kam und dem starken Fakir Ges und die lange Führende Gri Ravenna auf die Verliererstraße schickte.
 
Für die Niederlage mit Fakir Ges revanchierte sich Robert Pletschacher ein Rennen später, erwischte mit dem aus dem ersten Band gestarteten Erha d’Antan einen guten Start, legte über den Weg 17er-Tempo vor und hatte so keine Mühe Dean les Jarriais und Elixir d’Andain auf die Plätze zwei und drei zu verweisen. Die beiden hoch eingeschätzten Eclat de Beylev und Elkador de Romane hatten dagegen keine Chance und scheiterten an Fehlern.
 
Einen ersten Jahrestreffer feierte Velvet Affair im Pullman City-Rennen. Die Stute griff eine Runde vor Schluss die Spitze an, übernahm das Kommando und hielt bis zur Linie Dewy und Everywanna in Schach. Queen for a Day fand dagegen keine Passage, saß lange hoffnungslos fest und endete als klare Favoritin außerhalb der Platzierung.
 
In der Klasse bis 15.500 EUR zeigte sich Blue Edition von seiner besten Seite, legte an der Spitze stramme Fahrt vor und hatte keine Mühe die speedige Cortina Viking und Aperol CG in die Niederlage zu schicken.
 
Biendl der Mann der zweiten Hälfte
 
Gleich drei Siege nach Halbzeit der Veranstaltung gelangen Gerhard Biendl. Zunächst punktete der vielfache bayerische Champion mit Bellice BR, die ihrer Favoritenstellung vollauf gerecht wurde, und Limited PS und Arthos CG überlegen distanzierte. Anschließend siegte Biendl zum Auftakt der V3-Wette, die vom Publikum bei der ersten Ausspielung nach langer Pause gut angenommen wurde, mit Rilana die nach langsamer Fahrt unterwegs zum Schluss nicht mehr als nötig tun musste um das Freizeitland Geiselwind-Rennen überlegen zu gewinnen. Ein Rennen später feierte Rapido OK einen tollen Kampferfolg gegen Ciao Amore, wobei der Reisinger-Crack auf der Linie mit einem kurzen Kopf siegte.
 
Josef Franzl hatte sich davor aber bereits mit einem Sieg schadlos gehalten und punktet mit Maik Lenders Zidane. Der deutsche Profi, der in Frankreich auch eine feine Zucht betreibt zeichnete übrigens für zwei Sieger des Nachmittags als Züchter verantwortlich, denn auch Velvet Affair stammt von einer Lenders-Stute. Die Plätze belegten in diesem Rennen Vogue Diamant und L’Amicus.
 
Im Handicap für Amateure welches zum Abschluss auf der Karte stand, punktete schließlich Orefice nach Kampf gegen Gri di Caprio, Fast Lane Lover und Einar von Haithabu, der in der Distanz nach langer Führung nicht mehr ganz mithalten konnte.
 
Zahlreiche Familien hatten an diesem Renntag den Weg nach Daglfing gefunden und sorgten für gute Stimmung und geschäftiges Treiben an den Spielstationen. Die Abzug-Senkung in der Sieg- und Platzwette machte sich nicht nur durch gute Quoten am Totalisator bemerkbar sondern sorgte auch für eine deutliche Belebung des Geschäfts und das Angebot der V3-Wette wurde von den Wettern gerne angenommen, sodass man gespannt sein darf wie sich die Umsätze in den kommenden Wochen entwickeln.