5:4 für Norddeutschland vs Gentz/Nimczyk

5:4 für Norddeutschland vs Gentz/Nimczyk
Nachschau Hamburg-Bahrenfeld, 07.04.2019

Doppelerfolge für Heiner Christiansen, Victor Gentz und Michael Nimczyk – Cash Hanover glänzt beim Comeback – Lukrative Viererwette mit einer Quote von 3.549,8:1

Es war ein herrlicher Frühlingstag, dieser erste Aprilsonntag in Hamburg. Die Sonne lachte vom Himmel, und bei angenehmen Temperaturen hielt man sich gern an der frischen Luft auf. Passend zu diesem Rahmen gab es hochklassigen und spannenden Trabrennsport in Bahrenfeld, der mal wieder einen ganz starken norddeutschen Akzent hatte. Mit fünf Siegen konnten die Einheimischen Victor Gentz und Michael Nimczyk mit vier Treffern wie kürzlich Bayern München Heidenheim aus dem Stadion schießen.

Starker Beginn

Gleich im ersten Rennen setzte es die erste lokale Duftmarke. Manfred Walter catchte den 11,8:1-Longshot Caviar‘s Dream an der führenden One Penny Black vorbei zum Maidenschaftserfolg.

War Victor Gentz hier als Catchdriver für norddeutsche Interessen bezwungen worden, so markierte der momentan auf einer Erfolgswelle surfende Wahl-Berliner gleich im Anschluss seinen ersten von zwei Tagestreffern. Die gutklassige Lauvenburgerin Be Happy machte ihren Anhang glücklich und rettete den eine Runde vor Abpfiff errungenen Vorteil gegen Querida (Kornelius Kluth) ins Ziel.

Heiner und sonst keiner

Dann schlug die Stunde des mehrfachen norddeutschen Champions Heiner Christiansen, der sich zunächst mit Lucky Lady Blue behauptete. Wiederum musste Kornelius Kluth mit einem Jauß-Traber, Unicorn Diamant, mit dem Ehrenplatz zufrieden sein.

Mit seinem Paradepferd Larsson strebte Christiansen im ersten Bogen nach vorn und ließ nach bewährtem Muster auch beim vierten Jahresstart der Konkurrenz keinen Stich, sondern fuhr im letzten Bogen grußlos ab.

Einen dritten Christiansen-Erfolg verhinderte Goldhelm Michael Nimczyk in der Abschlussprüfung, als er mit Stradivari rechtzeitig zur Stelle war, um den Fluchtversuch von Glaedar zu vereiteln.

Doppelerfolge

Zuvor hatte sich Michael Nimczyk bereits mit Cash Hanover im Winner-Circle einfinden dürfen. Auch hier war Christiansen mit Rocky Egedal guter Zweiter, doch gegen den Jahresdebutanten Cash Hanover, der überdies einen nahezu perfekten Verlauf antraf, war diesmal kein Kraut gewachsen. Leider war ausgerechnet in diesem schnellen Sprintrennen die Zeitmessung ausgefallen.

Die TraberParti hatte zuvor auf einen Besuch im Hamburger Winner-Circle gehofft, doch Hannah Hazelaar hatte die Führung nur bis ganz kurz vor dem Ziel behaupten können. Mit den letzten Schritten waren die „Räuber“ zur Stelle. Weit außen spurtete Green Mamba mit Victor Gentz zu dessen zweitem Tageserfolg. Hauchdünn unterlag aber nicht nur Hannah Hazelaar, sondern auch der mittig durchstoßende Miles United, der mit Aylin Müller den norddeutschen Triumph noch klarer hätte machen können.

Im Siegeshafen

Für einen weiteren Punkt der Lokalmatadoren sorgte Hansjörg Gröber, der zwar seine bayerische Herkunft nicht verhehlen kann, aber längst im Norden voll integriert ist. Mit seinem Porto zog er früh nach vorn und ließ sich auch von dem gefällig nachsetzenden Timberlay nicht mehr am Sieg hindern.

Frühe Offensive aus zweiter Startreihe war dann auch das Erfolgsrezept von Nordic Jaycee und Besitzer Mario Krismann im Amateurfahren. Derbyteilnehmer Standbyme biss sich an Nordic Jaycee die Zähne aus und so musste das Quartier Jauß ein weiteres Mal mit dem Ehrenplatz zufrieden sein. La Chica und Dithmarscherin komplettierten die norddeutsche Viererwette, die ordentlich zahlte: 3.549,8:1.

CB