Einige Überraschungen am Mittag

Einige Überraschungen am Mittag
Nachschau Gelsenkirchen (PMU), 04.04.2019

Velten Moon River in der höchsten Tagesklasse – Sandsturm patzt am Start – Joe Cocker eindeutig zu stark für Highlander Boko – Champion Michael Nimczyk entschädigt sich durch Siege mit Fikonia AM und Amaja

(GelsentrabPR) – Rund vier Wochen vor dem mit Spannung erwarteten Saisonhighlight am Maifeiertag standen am Donnerstag im GelsenTrabPark drei gut dotierte PMU-Prüfungen im Mittelpunkt eines Vier-Rennen-Programms, das aufgrund der Übertragung im französischen Spartensender Equidia einmal mehr bereits um 12 Uhr am Mittag begann.

Velten Moon River zur Stelle

Die höchste Tagesklasse traf sich bei der ersten von zwei Gelsenkirchener April-Veranstaltungen im »Preis von Lille«, der den Seriensieger Sandsturm ganz eindeutig in der Favoritenrolle sah, denn der Braune aus dem Stall Habo hatte beim letzten Start am Nienhausen Busch imponiert und seine beiden gefährlichsten Herausforderer dabei bereits klar hinter sich gelassen. Dieses Mal kam es anders. Michael Nimczyk saß machtlos hinter dem zu Kapriolen neigenden Wallach als dieser direkt am Start von den Beinen kam und hatte einige Meter hinter dem Feld nun eine Aufgabe zu bewältigen, die praktisch nicht zu lösen war. Zwar fand das Gespann recht zeitig wieder Anschluss und nahm im letzten Bogen nochmals Anlauf für die Schlussattacke, drang in Anbetracht des Pensums logischerweise aber nicht mehr voll durch und musste mit Rang vier zufrieden sein.

Die Musik bestimmte an diesem Tag Velten Moon River, der beim ersten gemeinsamen Auftritt mit Jaap van Rijn auf der Tribünengeraden das Kommando an sich riss und damit eine völlig andere Taktik diktiert bekam als beim jüngsten Engagement, das er mit sehenswertem Speed »nur« auf dem dritten Platz beendete. Dem Mollema-Schützling war es offensichtlich recht, putzmunter marschierte er bei durchweg hohem Tempo in der zweiten Rennhälfte vorweg und schlug bei seinem ersten Gelsentrab-Volltreffer letztlich souverän vor dem verblüffend starken Libero (Tim Schwarma) und der braven Chou Chou Star (Jochen Holzschuh) an.

Ausrufezeichen von Joe Cocker

Eine Überraschung gab es auch im anschließenden »Preis von Abbeville«, in dem Michael Hendrikx zum ersten Mal die Leinen von Joe Cocker in die Hand nahm und sich auf Anhieb prächtig mit dem nun Vierjährigen verstand. Nach ordentlichem Start hielt sich das neue Gespann unterwegs aus allen Scharmützeln heraus, setzte voll auf die »Speedkarte« und stach damit den Top-Favoriten Highlander Boko aus. Beim zweiten Start nach der Winterpause offensichtlich klar gesteigert, trommelte Joe Cocker einen flotten Schlussakkord auf die Piste und war am Ende eindeutig stärker als der im März noch deutlich vor ihm über die Linie gelaufene Highlander Boko.

Zwei Nimczyk-Erfolge

Dessen erfolgsverwöhnter Fahrer Michael Nimczyk entschädigte sich für die zwei unerwarteten Niederlagen mit einem ungefährdeten Start-Ziel-Erfolg in der anderen PMU-Prüfung mit Fiokonia AM, die sich nun Seriensiegerin nennen darf, und punktete außerdem in der Anfängerklasse mit Amaja. Die am Totalisator mit 53:10 unterbewertete Dreijährige aus dem Stall Glanzgefühl behauptete in einem verbummelten Rennen einen hauchdünnen Vorteil gegen den etwas überraschend favorisierten Trainingsgefährten Inman (Robbin Bot), ohne dass der Champion im Sulky auch nur ansatzweise tätig werden musste.
Der nächste Renntag im GelsenTrabPark ist für den 18. April terminiert. Ab 17 Uhr stehen dann u. a. vier PMU-Rennen auf der Karte, die höchstwahrscheinlich auch einige Generalproben für den »Bild-Renntag« am 1. Mai bereithält.