Saisonauftakt mit Rekordhalter Iron Steel

Saisonauftakt mit Rekordhalter Iron Steel
Vorschau Berlin-Mariendorf, 13.01.2019

Kein Pferd raste im vergangenen Jahr schneller über die Derby-Piste als der von Victor Gentz trainierte Wallach. Diesmal steht der Seriensieger dennoch vor keiner leichten Aufgabe. Die Amateure wollen im Finale des Stamer-Cups Glanzlichter setzen.  Die V5 lockt mit 10.000 Euro Garantie inklusive 3.374 Euro Jackpot!

Sonntag, 13. Januar (Start des ersten Rennens um 14.00 Uhr / Qualifikation und Vorab-Interviews bereits ab 13.20 Uhr).

Eigentlich war er schon für das Altenteil vorgesehen. Denn als sich Iron Steel im August 2018 aus einer achtmonatigen Verletzungspause zurückmeldete, schien ihm der nötige Biss ganz eindeutig zu fehlen. Der Traber belegte in den darauffolgenden Wochen zwar mehrfach vierte Plätze – aber das war angesichts der Topleistungen, die Iron Steel zuvor über Jahre hinweg abgeliefert hatte, einfach zu wenig und entsprach nicht den Qualitätsmaßstäben seines Trainers Victor Gentz. „Ich hatte das Gefühl, als hätte er keine richtige Lust mehr und dachte ernsthaft darüber nach, ihm die Rennen zu ersparen“, erklärt der „Mann in Grün“ seine damaligen Überlegungen. Doch dann kam der 4. November – und danach war in Bezug auf das Pferd nichts mehr so wie zuvor. Mit Victor Gentz‘ Mitarbeiterin Cynthia Lüdicke im Sulky flog Iron Steel in nahezu unglaublichen 1:11,6 min. durch die Kurven – eine phänomenale Mariendorfer Jahresbestzeit, die nur vier Zehntelsekunden über dem 2016 von Fridericus aufgestellten Bahnrekord lag. Und das war alles andere als eine Eintagsfliege, denn der Wallach erhärtete den glorreichen Auftritt – nun wieder in der Hand seines Trainers – umgehend mit zwei weiteren Volltreffern.

„Ich weiß nicht, was zu diesem erfreulichen Umschwung geführt hat. Ich weiß nur eines: Iron Steel ist momentan besser drauf als jemals zuvor!“, schwärmt Victor Gentz und er hat in der Tat allen Grund, auf seinen vierbeinigen Crack stolz zu sein. 25 Siege und fast 88.000 Euro Gewinnsumme hat Iron Steel bisher erzielt. Doch am Sonntag trifft der Wallach im 8. Rennen auf einen ernstzunehmenden Gegner: den von Michael Nimczyk gesteuerten TomNJerry Diamant. Der fünfjährige Hengst aus dem Besitz von Ulrich Mommert verfügt zwar nicht über die Routine seines Gegenspielers – aber seine Bilanz, aus der besonders der Sieg im Derby-Vorlauf hervorsticht,  schaut ebenfalls prächtig aus. Mitte Dezember gewann TomNJerry Diamant eine Meilenprüfung in Gelsenkirchen Start bis Ziel mit drückender Überlegenheit und mit seinem höllischen Antritt kann sich der Dunkelbraune stets auf Anhieb eine gute Lage sichern. Dieser wichtige Pluspunkt könnte nicht nur dem Konkurrenten Iron Steel, sondern auch den laufgewaltigen Herausforderern Tragopan Jet (Thorsten Tietz) und Gobelin (Cynthia Lüdicke) das Leben schwer machen.  

Das zweite große Highlight der Veranstaltung ist das als 6. Rennen ausgetragene Finale des Stamer-Cups, der sich über die gesamte Saison 2018 erstreckt hatte. Zu den Punktbesten bzw. Nachrückern der Mariendorfer und Karlshorster Läufe kommen nun außerdem die drei Erstplatzierten des Bahrenfelder Fördercups hinzu, der vom Norddeutschen Amateurfahrer-Verein (NAV) organisiert wurde. Der NAV stockt obendrein die Dotation des Finales, das sich quasi zu einem Vergleichskampf Berlin – Norddeutschland entwickelt hat, kräftig auf, während Uwe Stamer sämtliche Ehrenpreise zur Verfügung stellt. Es ist gut möglich, dass der Berliner am Ende sogar selber einen Pokal in den Händen hält, denn die für seine Farben laufende Smilla istnach dem Ehrenrang im B-Finale des Stuten-Derbys und weiteren ausgezeichneten Platzierungen geradezu überreif für den ersten vollen Erfolg ihrer Laufbahn. Die Titelverteidigerin ist natürlich ebenfalls mit dabei: Franziska Höltje hatte den Wettbewerb zuvor mit Look Red Romulus gewonnen, trifft es nun aber mit Höwings Rohini Z nicht einfach an. Von den aktuellen Formen her sind Grazia Greenwood (Maximilian Schulz), Ring the Bell (Linda Matzky), Tufani Bes (Stefanie Skoruppa) und Ivo (Leo Hönig) höher einzustufen.  

Der Nachmittag beginnt pünktlich um 14 Uhr mit einer Prüfung, in der ebenfalls Amateurfahrer an den Start gehen. Merete (Günter Schiefelbein) verweist auf einen frischen Sieg, bekommt es vom ungünstigen Startplatz acht aber mit Gegnern wie Höwings Winston (Sebastian Gläser), Odin’s Oak (André Pögel) und Fionaro (Sarah Kube) zu tun. Das 2. Rennen ist der Auftakt der V4. Die Debütantin Gingerbell (Thorsten Tietz) ist durch ihre Schwester Parisienne Blue (111.492 Euro Gewinnsumme) empfohlen. Ob es für die Stute aber gegen Oui Cherie (Victor Gentz), Oxidizer (Andreas Gläser), Cognac Simoni (Manfred Zwiener), und den von Altmeister Peter Kwiet, der am Wochenende seinen 79. Geburtstag gefeiert hat, gesteuerten Tomba la Bomba auf Anhieb langt, wird sich erst zeigen müssen. Höchst interessant ist das 3. Rennen. Falls die frische Siegerin Laufey (Alexander Kelm) den steilen Aufwärtstrend nicht erhärten sollte und alte Schwächen hervorkehrt, ist eigentlich alles möglich. Sicher ist nur, dass es für Imperia (Uwe Stamer) der letzte Einsatz sein wird. Die zehnjährige Stute beendet die Laufbahn und wird feierlich verabschiedet.   

Wie weit ist Sindbad Diamant (Michael Nimczyk) nach der achtmonatigen Ruhepause und ist Howard T (Daniel Wagner) in ungewohnter Hand ganz der Alte? Das ist die Frage im 4. Rennen, in dem auch Thomas Panschow mit Gameboy Newport und Victor Gentz mit Jan Hazelaar kräftig mitmischen wollen. Earl of Magic (Wladimir Gening) gehört ebenfalls mit auf den Schein. Im 5. Rennen beginnt die mit 10.000 Euro Garantie (inklusive 3.374 Euro Jackpot!) versehene V5 und auf den ersten Blick führt kein Weg an der auf der Schlusshalben stets unwiderstehlichen Weihnachts-Pokal-Siegerin Tiffany Diamant (Victor Gentz), dem Bahrenfeld-Cup-Triumphator Stradivari (Michael Nimczyk) und der treuen Maine (Thorsten Tietz) vorbei. Bonjour Ganyboy AM (Andreas Marx) Kilbeggan (Wladimir Gening) und Falco (Michael Hönemann) werden dahinter um die Platzgelder kämpfen, während Jorma Bo (Alexander Kelm) derzeit überhaupt nicht einzuschätzen ist. Im 7. Rennen wird Diego de Bellay, der zuletzt als Führender das Geläuf verlor, diesmal von Robert Kieniksman gesteuert, während Michael Nimczyk im Sulky von Chance Classique Platz nimmt. Im abschließenden 9. Rennen spricht vieles für den norddeutschen Gast Magister. Ginge es allerdings nach dem Willen von Michael Hönemann, sollte dessen Schützling Dukenightstar VS den Winner-Circle betreten. Denn der Wallach hat sich nach Meinung des mehrmaligen Berliner Champions in den zurückliegenden Wochen stark verbessert.                          
 

Die Wett-Highlights am 13. Januar
Prämienausspielung um Wettgutscheine und Sachpreise im Wert von 1.100 Euro über die Siegwette der Rennen 1-9.

1. Rennen -  Lunch-Double-Wette.    
2. Rennen -  Start der V4-Wette mit 4.000.- Euro Garantie.
3. Rennen -  Sieg-Jackpot 2.000.- Euro.   
4. Rennen -  4.000.- Euro Garantie in der 3er Wette.
5. Rennen -  V5-Wette mit 10.000.- Euro Garantie inkl. 3.374.- Jackpot!
6. Rennen -  Mit 3er und 4er Wette.
7. Rennen -  Sieg-Jackpot 2.000.- Euro.   
8. Rennen -  4.000.- Euro Garantie in der 3er Wette.
9. Rennen -  Sieg-Jackpot 2.000.- Euro.
 
 
 Unsere Tipps:
1.Höwings Winston – Odin’s Oak – Fionaro
2.Oui Cherie – Oxidizer – Cognac Simoni
3.Jilliane – Lovers Hall – Late Night Show
4.Howard T – Jan Hazelaar – Sindbad Diamant
5.Stradivari – Maine – Tiffany Diamant
6.Smilla – Grazia Greenwood – Ring the Bell – Tufani Bes
7.Diego du Bellay – Chance Classique – Dogma TF
8.Iron Steel – TomNJerry Diamant – Tragopan Jet
9.Magister – Hallo Bo – Dukenightstar VS