Christoph Schwarz krönt das Straubing-Jahr

Christoph Schwarz krönt das Straubing-Jahr
Nachschau Straubing, 15.12.2018

(trab-sr) Der letzte Renntag des Jahres in Straubing hat seine Sieger gefunden – und dabei gab es einige faustdicke Überraschungen. Auch die letzte Siegerin der Saison gab es zu dreistelligen Odds auf dem Wettmarkt: Katharina Ecker steuerte ihre Scarlet zum Sieg und sorgte für einen Jackpot in der V5-Wette. Gleich dreimal zur Siegerehrung konnte Christoph Schwarz eindrehen und entschied damit die Hälfte der Rennen beim Straubinger Saisonfinale. Entschieden haben sich auch die Championate: Während der künftige Silberhelmträger Rudi Haller als Champion der Profis bereits feststand, nutze Stefan Hiendlmeier seine letzte Fahrt des Tages um sich den Amateurfahrertitel zu sichern.
 
Erfolgreichster Akteur des Tages war Christoph Schwarz, dem ein Dreifacherfolg gelang. In der Einleitung griff er mit Arthos CG Ende der letzten Gegenseite an und fing nach einem langen Endspurt den stets führenden Suarez (Walter Herrnreiter) auf der Linie noch ab. Romina Casei (Josef Sparber) kam dicht dahinter ein. Im Anschluss eroberte sich Christoph Schwarz mit Perfect Catch MS gegen Robin Hood Diamant (Stefan Hiendlmeier) die Führung gleich wieder zurück, behielt stets ein strammes Tempo bei und gewann in Tagesbestzeit von 16,6. Dabei blieb der 258:10-Außenseiter lediglich eine Zehntelsekunde hinter dem Saisonrekord. Disney As (Walter Herrnreiter) rang Man in Black (Herbert Strobl) den Ehrenplatz ab.
 
Mit Naranja hielt sich Christoph Schwarz zunächst aus den Führungskämpfen heraus, vielmehr brachte er seine Stute in eine aussichtsreiche Position. Ein kurzer Antritt auf der letzten Gegengeraden reichte, und Naranja löste sich blitzartig vom Feld und gewann überlegen vor Easton AV (Herbert Strobl) und Paris Turf (Mykola Volf).
 
Im DonauTV-Rennen konnte Herbert Strobl mit Scoiattolo Jet seinen Erfolg vom letzten Renntag wiederholen. Dabei fand er auf der Zielgeraden hinter dem galoppierenden Indio Corner (Alois Ortner) freie Bahn und konnte innen an Vasco As (Rudi Haller) und Federer Transs R (Martin Altmann) vorbeifahren
 
Offen war das Titelrennen um den Straubinger Amateurchampion. Titelverteidiger Marian Tux lag mit Stefan Hiendlmeier vor dem Renntag noch gleichauf, und Hiendlmeiers Aussichten trübten sich, da in der Einleitung seine Neuerwerbung L´Amicus wegen Fieber im Stall bleiben musste. Im zweiten Rennen trafen beide Kontrahenten aufeinander. Marian Tux hatte mit Seriensieger Cachamour den Favoriten zur Hand, aber der sprang schon hinter dem Auto an und wurde disqualifiziert. Doch auch Hiendlmeier konnte seine Chance nicht nutzen, denn Robin Hood Diamant geriet bei seinem Angriffsversuch an der letzten Ecke selbst von den Beinen. Es blieb also weiterhin beim Gleichstand. Mit seinem zweiten Pferd Tribuno As besaß Marian Tux keine reellen Möglichkeiten, dagegen hatte Stefan Hiendlmeier mit dem vierfachen Seriensieger Golden Future noch ein heißes Eisen im Feuer. Und diesen Matchball für das Amateurchampionat verwandelte er souverän. Frühzeitig in Front bestimmte er das Geschehen nach Belieben und hielt sich die Konkurrenz sicher vom Leib. Scott (Thomas Hierl), Stormy Salsa (Martin Geineder) und Albin T (Lukas Strobl) komplettierten die Viererwette.
 
Zum Abschluss krachte es noch einmal am Totalisator. Während Favorit Bellini Rosso (Rudi Haller) nach wiederholtem Galopp ausfiel, gelang Katharina Ecker mit Scarlett als 270:10-Außenseiterin ein unerwarteter Start-Ziel-Sieg. Mit Ivonne Dragon (Josef Sparber) und Flash Gordon (Christoph Schwarz) auf den Plätzen schnellte die Dreierwette auf über 42.000:10. Die V5 war nicht getroffen, so dass am ersten Samstagsrenntag 2019 am 9. Februar hier ein Jackpot winkt.
 
Auf großes Interesse stieß der Straubinger Renntag einmal mehr bei den französischen Wettkunden. Mit rund 1,6 Millionen Euro lag der Umsatz um knapp 300.000 Euro über dem Ergebnis des Vorjahresrenntags.
 
Saisonauftakt in Straubing ist am Montag, 21. Januar, ab 11.30 Uhr mit einem PMU-Mittagsrenntag.