Stars am Mittag

Stars am Mittag
Nachschau Dinslaken (PMU), 24.10.2018

Garry auch beim 15. Start am Bärenkamp – Michael Nimczyk gewinnt zwei Rennen – Sechs Sieger in fünf Rennen

Der PMU sei Dank, denn 22.500 EUR Preisgeld an einem „normalen“ Renntag sind in Dinslaken leider mittlerweile alles andere als normal. Lediglich fünf Rennen benötigte man zudem, um diesen Geldregen über die Aktiven niedergehen zu lassen. Passend dazu fanden sich an diesem Mittwochmittag absolute Topstars des deutschen Trabrennsports auf der Halbmeilenbahn an. Wer also zu früher Stunde Zeit hatte, der konnte Toprennsport mit Topquoten genießen, denn Geldwechselquoten von 10:10 sind in einem PMU-Toto selbst für einen Garry nicht vorgesehen.

Unschlagbar

Es gibt keine Unschlagbaren im Pferderennsport – aber in Dinslaken gibt es Garry. Deutschlands Superstar unter dem Sattel gewann unter der Trabreit-Championesse Ronja Walter auch seinen 15. Auftritt am Bärenkamp. Zwar gab es „nur“ 12:10 auf Sieg und 11:10 auf Platz, aber wo bekommt man heutzutage 20 oder 10 Prozent für eine „todsichere“ Anlage? Und dieser Garry ist so eine Bank für alle, die auf Nummer ganz sicher gehen wollen. Besonders spannend macht es Ronja Walter nicht, denn nach dem Fehler von Bel Hidalgo war schon im ersten Bogen die Führung erobert. Irrwisch wurde um drei Längen distanziert, dahinter klaffte schon eine Weile zum Rest hinter dem 1:16,3 trabenden Sieger.

Natürlich Nimczyk

Wenn die Championesse gewinnt, ist der Champion nicht weit. Michael Nimczyk landete einen Doppelschlag an diesem Mittag. Mit dem favorisierten Star’s Speed wurde ihm das Rennen in die Hufe gefahren, andererseits muss man auch aus zweiter Reihe erst einmal da zu liegen kommen, wo er bald auszumachen war: In zweiter Spur mit Führpferd ging es nach vorn. In aller Ruhe schaute sich der Goldhelm an, wie sich sämtliche Gegner gegenseitig erdrückten oder Federn ließen, und im Einlauf schlug er kurzerhand zu und fuhr auf und davon. 
Noch leichter fiel ihm fast danach der Erfolg mit Casanova d’Amour. In einer maßgeschneiderten TF-Prüfung zog Nimczyk bereits im ersten Bogen nach vorn und dann einsam seine Kreise. Hinter dem 16:10-Favoriten landete ein sich voll einsetzender Ricmic de Val auf dem Ehrenplatz.

Altmeister

Günther Lühring hatte sich quasi warm gefahren und machte danach mit Milkos das, was zu erwarten war: Der Altmeister fuhr in Front, doch anders als zuvor stand Milkos sein Pensum nahezu voll durch und musste als 290:10-Longshot nur Velten Hells Bells im Ziel gleichauf dulden, deren Fahrer Niels Jongejans ein totes Rennen erzwang. Favoritin Mascara Hanover gab nach Wegen durch die Außenspur im Einlauf auf.
Ein Altmeister ist er sicher noch nicht, doch er beherrscht sein Metier gleichfalls meisterlich: Thomas Maaßen. Ganz so einfach ist ein Night Star Sam generell und besonders auf einer Halbmeilenbahn nämlich nicht als Sieger ins Ziel zu bringen. Zum Abschluss gelang dies, womit die Favoritenwetter einmal mehr zu ihrem Recht gekommen waren. 

cb