Big Boss Ass im Hörmann-Memorial bei großem Sport in zwei Teilen

Big Boss Ass im Hörmann-Memorial bei großem Sport in zwei Teilen
Nachschau Hamburg, 03.10.2018

Kornelius Kluth und Big Boss As im Kurt Hörmann-Memorial - Mc Arthur und Summertime Moor holen den ersten Saisonerfolg – Drei Siege von Michael Nimczyk -  Erster A-Bahn-Sieg von Manfred Walter – Samson Kaski lässt die Platzhirsche stehen 

Es bleibt dabei: Auch wenn der Sommer nun gegangen ist, auf schönes Wetter mit Sonnenschein hat die Hamburger Trabrennbahn offenbar ein nie endendes Abonnement. So lachte diese – nach Regenfällen noch am Morgen – auch während des Oktoberfest-Renntages vom Himmel, wenn man von einem heftigen Regenschauer zwischendurch absieht. In zwei Abteilungen war die Veranstaltung aufgeteilt. Morgens standen fünf PMU-Rennen auf der Karte, am Nachmittag gab es dann noch einmal fünf Rennen rund um das Kurt Hörmann-Memorial als Höhepunkt. Dazwischen lag eine zweistündige Mittagspause, die aber mit dem Probelauf von Ringostarr Treb ein weiteres trabrennsportliches Highlight zu bieten hatte.


Teil eins

Tatsächlich erst seinen ersten Erfolg auf einer A-Bahn in diesem Jahr erzielte Manfred Walter. Über die Open Stretch fuhr er mit der debutierenden Its Race Time zu einem knappen Kampferfolg über einen glatt gehenden Riven und den lange führenden Edrigo d‘Eam.

Packend ging es auch im zweiten Rennen des Vormittages zur Sache. Mephisto PS erdrückte mit Victor Gentz erst die führende Cascada und wehrte sich dann mit allen Kräften gegen den attackierenden Glaedar, der schon vorbei schien.

Hatte es zweimal mit Favoriten nicht so recht geklappt für Michael Nimczyk, so brach er den Bann mit Mc Arthur. Der günstig untergekommene Hengst ging nach einer Runde an Prinz Poldi vorbei an die Spitze und wehrte sich erfolgreich gegen Lady Vera und Juan.

 War es für den St.Leger-Sieger des Vorjahres der erste Saisontreffer, so traf dies auch im Anschluss auf Summertime Moor zu. Die Stute hatte letztens Pech gehabt, trat diesmal glatt ein, ließ dann einen Konkurrenten vorbei und kam als „lachende Dritte“ zu einem feinen Erfolg mit Dirk Giebel.

Schon den zweitenTreffer in diesem Jahr markierte Capten Jack H, bei dem der Knoten nun endgültig aufgegangen zu sein scheint. Jaap van Rijn wartete am Ende bis zur Schlussrunde und schickte den Capten dann in äußeren Spuren nach vorn und ließ sich nicht mehr stoppen.


Teil zwei

Mit einer Demonstration begann der zweite Teil des Renntages. Elitloppet-Sieger Ringostarr Treb absolvierte auf seinem Weg zum International Trot in New York einen einsamen Probelauf in 1:14,7. Davon inspiriert zeigte sich Christina Lindhardt auf Samson Kaski. Den Vorsprung an der Spitze, die bereits eingangs zur ersten Kurve erobert war, baute der Däne immer weiter aus und ließ die hiesigen Sattelcracks in 1:17,4 alt aussehen.

Danach erzielte Michael Nimczyk zunächst seinen zweiten Tagestreffer. Highway Fortuna kam auch von ganz außen über den kurzen Weg recht mühelos im ersten Bogen nach vorn, womit die Sache bereits erledigt. Mit Prince of Persia musste er bis zum zweiten Bogen warten, um ins Kommando zu gelangen. Dann aber war auch hier die Messe gelesen.


Big Boss As im Speed

Auch das Hauptrennen des Tages bot erstklassigen und vor allem vom Fleck weg spannenden Trabrennsport. Stradivari hatte im Kurt Hörmann-Memorial So Keck vorne verdrängt, doch als es zur Sache ging, verabschiedete sich der Pilot. Die zweite Waffe aus dem Nimczyk-Quartier, Hercules Petnic, schien auf der Siegerstraße zu wandeln, doch hart außen flog Big Boss As in der Hand von Kornelius Kluth heran, der im Sog des ebenfalls mitfightenden Pepper K.L. mit dem letzten Schritt zum Sieg kam.

Den Schlusspunkt unter einen abwechslungsreichen Renntag setzte Dänemarks Fahrer-As Birger Jörgensen, der mit Lucky Lady Blue das Kommando erfolgreich gegen Surprisingly Diva von Start bis ins Ziel verteidigte.
cb