Derby-Jahrgang setzt die Akzente

Derby-Jahrgang setzt die Akzente
Nachschau Gelsenkirchen (PMU), 11.05.2018
 
Dion Tesselaar stellt Ibra Boko und Diablo Simoni siegreich vor – Michael Nimczyk punktet mit Chapter One gegen Seriensiegerin Glayva Bros – Dritter Sieg beim dritten Gelsentrab-Start für Heart of Steel – Überraschung durch Glamour Groenhof – Sturz überschattet die Veranstaltung

(GelsentrabPR) – Es sind keine drei Monate mehr bis zum »Deutschen Traber-Derby« und in sechzehn Tagen steht mit dem »Adbell Toddington-Rennen« eine von zwei wichtigen Vorbereitungsprüfungen für das »Rennen der Rennen« auf dem Programm. Dementsprechend spielten die Vertreter der Generation 2015, die im »Blauen Band« startberechtigt sind, bei der Veranstaltung am Freitagmittag im GelsenTrabPark selbstverständlich eine gewichtige Rolle und sorgten durchaus für einigen Gesprächsstoff.


Tesselaar mit zwei versprechenden Dreijährigen

Drei der fünf sogenannten PMU-Prüfungen holten sich die Dreijährigen am Nienhausen Busch, wobei Formfahrer Dion Tesselaar zwei Talente erfolgreich vorstellte und damit gleichzeitig der einzige Doppelsieger des Tages war. Besonders für sich einzunehmen wusste Ibra Boko, dessen Management sich beim ersten Engagement nicht scheute, gegen teils vielfach erprobte Gegner der Klasse bis 3.500 Euro Gewinnsumme anzutreten und für seinen Mut belohnt wurde. Der Conway Hall-Sohn aus dem Besitz der Boko Stables Holland entschied sich nach rund 500 Metern aus zweiter Position für eine Attacke, entriss Houdini Newport (Michael Nimczyk) nur wenige Augenblicke später das Kommando und machte sich in der entscheidenden Phase nach wenigen Aufforderungen zu einem souveränen Sieg frei.
 
Gleichfalls ungefährdet war der Debüterfolg der Ready Cash-Tochter Diablo Simoni, die für die Interessen der prominenten Besitzergemeinschaft Leendert Gerrits und Marion Jauß läuft. Dion Tesselaar dirigierte seinen Schützling von Startposition sechs sofort an die Spitze des elfköpfigen Feldes, ließ in der Folge nie Zweifel daran aufkommen, wer der Chef im Ring ist, und gewann am Ende überlegen mit dreieinhalb Längen Vorsprung vor Icebear Newport, in dessen Sulky Michael Nimczyk damit beschäftigt war, den 420:10-Außenseiter Arabesk Hazelaar (Andre Bakker) irgendwie in Schach zu halten.

Chapter One beendet »Glayvas« Serie

Besser lief es für den »Goldhelm« im stark besetzten »Preis von Rotthausen« mit Chapter One. Während Dion Tesselaar mit seiner fünffachen Seriensiegerin Glayva Bros hier früh durch die sogenannte »Todesspur« außen ohne Führpferd musste, konnte Nimczyk hinter dem im ersten Bogen nach vorne gezogenen Mitfavoriten Hurricane Boshoeve (Jochen Holzschuh) Kräfte sparen und hatte im Endkampf so leichtes Spiel. Die strapazierte Glayva Bros hatte dem Schlussspurt ihres Konkurrenten aus der Zucht von Jean-Pierre Dubois letztlich nichts entgegen zu setzen und musste sich vielmehr darauf konzentrieren, das zweite Geld gegen die nach einem Startfehler stark laufende Miss Mara (Andre Bakker) zu verteidigen. Chapter One meldete sich mit diesem Sieg in guter Manier aus der Winterruhe zurück, wird aber noch eine Schippe drauflegen müssen, wenn er gegen Mister F Daag und Co. bestehen will.
 
Heart of Steel bleibt in Gelsenkirchen ungeschlagen
Eröffnet wurde die Gelsenkirchener PMU-Veranstaltung mit einem Volltreffer von Heart of Steel (Rob de Vlieger). Der Cantab Hall-Sohn duldete nach seinem eindrucksvollen Erfolg im Rahmen des »Bild-Pokal« auch beim dritten Gelsentrab-Start keine Konkurrenz und setzte sich mit viel Speed überlegen gegen Fast and Furious (Michael Nimczyk) durch. Der als 15:10-Favorit an den Start gegangene Massai hatte sich in dieser Partie nach einer Galoppade im ersten Bogen in äußeren Spuren nochmals zurückgemeldet, auf der Zielgeraden aber dann doch das Pensum zu spüren bekommen.

Sturz überschattet Überraschungs-Coup

Die einzige echte Überraschung der Veranstaltung gab es in der Abschlussprüfung zu vermelden. »Breeders Crown«-Siegerin Laura Vici (Michael Nimczyk) entfachte hier nach einem Rennen im Hintertreffen mit zunehmender Distanz zwar sehenswerten Speed, kam an der gleichfalls auf ihr Finish setzenden 340:10-Außenseiterin Glamour Groenhof (Rob van Toor) jedoch nicht vorbei. Überschattet wurde dieses Rennen von einem Zwischenfall auf der letzten Überseite, bei dem Gerrit Gommans im Sulky von Gräfin Greenwood regelrecht zusammensackte und schließlich stürzte. Der gebürtige Niederländer wurde nach erfolgreicher Reanimation in ein Gelsenkirchener Krankenhaus transportiert.