Serafino „demonstriert“ im Straubing Grand Prix

Serafino „demonstriert“ im Straubing Grand Prix
Nachschau Straubing, 02.05.2018


Rudi Haller holt die Hälfte der Rennen – New Generation überrascht als 114:10-Außenseiter


(trab-sr). Einen Tag nach seinem Sieg im Gelsenkirchner BILD-Pokal mit seinem Ausnahmepferd Orlando Jet hat Rudi Haller seine Form nach Straubing mitgebracht und die Hälfte der sechs Tagesprüfungen gewonnen. Darunter auch das mit 7000 Euro dotierte Finale um den Straubing Grand Prix, in dem Serafino zwei Fehlstarts überstand und seine weiße Weste in diesem Jahr auf der Gäubodenbahn behalten hat. Dass er dabei aus den Bändern mit 1.16,5 über 2400 Meter auch neuen Saisonrekord getrabt hat, unterstreicht, in welcher Manier der Sechsjährige sein Können auf seiner Lieblingsbahn demonstriert hat. Für die Überraschung des Mittags sorgte Mario Zanderigo, der den 114:10-Außenseiter New Generation wieder einmal auf die Siegerstraße schicken konnte.


Für die zwölf Teilnehmer im Straubing Grand Prix ging es über die 2400 Meter-Distanz um 7.000 Euro. Der Bänderstart klappte erst im dritten Versuch. Hier begann vorne Shakira CH (Herbert Strobl) im gestreckten Galopp und fiel aus, so dass Rudolf Haller mit Serafino bequem an die Spitze gelangte. Von den Zulagenpferden verfiel Mitfavorit RitchiRich Diamant (Gerd Biendl) nach wenigen Metern unvermutet in Galopp und landete ebenso wie Bara Diary (Mario Zanderigo) am Turm. So konnte es nicht zum erhofften Duell der Vorlaufsieger kommen, aber RitchiRich Diamant wäre wohl ohnehin auf verlorenem Posten gestanden: Serafino hielt nämlich bis ins Ziel einen deutlichen Vorsprung zum Feld und gewann hochüberlegen in neuer Saisonrekordzeit von 16,5.  In seinem Fahrwasser verteidigte Look Santana Eck (Marisa Bock) den Ehrenplatz vor Dean les Jarriais (Josef Sparber), aus dem zweiten Band gelangte lediglich Ragazzo (Robert Pletschacher) in die Viererwette.


Für Serafino war es der sechste Bahnsieg beim sechsten Jahresstart. Vor wenigen Wochen wurde er an den Stall Team Neuhof nach Österreich verkauft. Ebenfalls für diesen Besitzerstall hat Rudi Haller am 1. Mai mit Orlando Jet den mit 20.000 Euro dotierten BILD-Pokal vor 15.000 Zuschauern auf der Trabrennbahn in Gelsenkirchen gewonnen. Der Erfolgsfahrer ist in der deutschen Rangliste gegenwärtig auf dem zweiten Platz, und für das Erreichen des Silberhelms stockte er sein Punktekonto in Straubing noch um zwei weitere Zähler auf.


Mit einem Double für den Stall Wieserhof eröffnete er den Renntag. Erst zeigte sich Atlantic CG bei seinem Saisondebüt gleich voll auf dem Posten. Trotz der höchsten Startnummer konnte Rudi Haller mit dem Vierjährigen bereits nach dem ersten Bogen das Kommando übernehmen und blieb fortan unbedrängt. Außenseiter Easton AV (Andreas Geineder) arbeitete sich nach schwachem Start vor den Tribünen an die zweite Position vor und verteidigte an der Todesspur den Ehrenplatz gegen Valerie As (Herbert Strobl).


Im Anschluss behauptete Rudolf Haller mit Kentucky Bo nach dem Ab die Führung gegen Oragos (Matthias Schambeck), der in seinen Windschatten trat. Im Einlauf verabschiedete sich Kentucky Bo locker von der Konkurrenz. Oragos geriet im Schlussbogen von den Beinen, so gingen die besseren Plätze an DJ D´Urfist (Sophia Raschat) und Red Attack (Josef Sparber) aus dem Trainerstall Raschat.
Mit einer Überraschung endete das DonauTV-Rennen. Hier endete Rudi Haller mit dem favorisierten Vulpes d´Orcelia im geschlagenen Feld. Der Franzose wurde anfangs an das Ende geschoben, sein Vorstoß nach halber Strecke verpuffte schnell wieder. Dagegen kam im Einlauf  der 110:10-Außenseiter New Generation groß auf und riss in der Hand von Mario Zanderigo die Partie an sich. Der stets führende Inzagi (Georg Frick) kam dahinter auf gleicher Linie mit Tokay (Herbert Lorenz) ein, Zinto (Sophia Raschat) komplettierte die Viererwette.


Nach drei guten Platzierungen glückte Storm Burgerheide der erste Volltreffer in diesem Jahr. Robert Pletschacher setzte sich zu Beginn der Zuschauerseite an die Spitze und gab das Heft nicht mehr aus der Hand. Auf dem Ehrenplatz gefiel Paris Turf (Mykola Volf) vor Sogno Vacanza (Andreas Strobl), wogegen sich der favorisierte Blue Edition (Georg Frick) nicht in Szene setzen konnte.
Das abschließende Amateurfahren ließ sich Marian Tux mit dem bisherigen Saisonrekordhalter Querys Alesio für die Straubinger Farben des Stalles Franco nicht nehmen. Der Routinier zog noch im ersten Bogen in Front und war nicht mehr anzutasten. Für Co-Favorit Vasco As (Dr. Marie Lindinger) blieb ein starker Ehrenplatz vor David As (Walter Herrnreiter).


In Straubing geht es erst wieder am Mittwoch, 27. Juni, mit einer PMU-Mittagsveranstaltung weiter. In der Zwischenzeit veranstaltet in Bayern vier Renntage die Trabrennbahn München-Daglfing und dann an Pfingsten die Rennbahn in Pfarrkirchen ihr zweitägiges traditionelles Pfingstmeeting.
 
Bild (honorarfrei): Serafino behält beim sechsten Straubing-Start in diesem Jahr seine weiße Weste und holte sich mit dem mit 7000 Euro dotierten Straubing Grand Prix das bislang wertvollste Rennen der Saison auf der Gäubodenbahn. (Foto: M. Bäumel-Schachtner)