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Erster Trainer-Erfolg für Tim Schwarma

Erster Trainer-Erfolg für Tim Schwarma
Nachschau Gelsenkirchen, 04.03.2018

Der neue Lizenzinhaber punktet mit seinem Paradepferd Lotus Star – Michael Nimczyk mit drei Volltreffern unaufhaltsam auf Erfolgskurs – Power Point wieder in Top-Form – Lange Gesichter in der Viererwette


Im zweiten Anlauf ist Tim Schwarma am Sonntag bei Gelsentrab der erste Volltreffer als Lizenz-Trainer gelungen. Nachdem der Neu-Coach aus dem niederrheinischen Weeze eine Woche zuvor in Dinslaken noch mit zwei Ehrenplätzen hatte zufrieden sein müssen, holte er sich am Nienhausen Busch gleich das wichtigste Rennen des Nachmittags, den mit immerhin 3.000 Euro dotierten »wettstar.de-März-Pokal«.


Lotus Star kennt keine Müdigkeit

Wie gewohnt hatte Schwarma selbst im Sulky seines Paradepferds Lotus Star Platz genommen und die Chance beim Schopfe gepackt. Nach passendem Rennverlauf in der Außenspur hinter einem Führpferd machte sich das Erfolgsgespann im Schlussbogen in dritter Spur bemerkbar und strebte auf der Zielgeraden einem souveränen Sieg entgegen. Für den mit zehn Jahren noch immer voll einsatzbereiten Lotus Star, an dem Tim Schwarma als Mitbesitzer Anteile hält, war dies beim 90. Karriere-Start bereits der 44. volle Erfolg. Eine zweifelsohne beeindruckende Bilanz, die durch 35 (meist gute) Platzierungen noch aufgewertet wird.
 
Klar hinter dem unermüdlichen Fuchswallach holte sich der beim Deutschland-Debüt ein wenig überraschend leicht favorisierte Ultimo du Douet (Christophe de Groote) das zweite Geld vor Alaska Joe. Der Timberland-Sohn hatte den nach wenigen Metern in Front gezogenen Gast aus Belgien zu Beginn des Zieleinlaufs zwar schon am Wickel, geriet dann aber selbst zusehends in Schwierigkeiten und konnte die Gegenattacke nicht kontern.

Der Champion marschiert

Fahrer Michael Nimczyk durfte sich insgesamt jedoch nicht über seine vierbeinigen Partner bei der ersten Gelsenkirchener März-Veranstaltung beklagen. Am Ende war der Champion mit drei Siegen einmal mehr der erfolgreichste Fahrer. Gelsentrab-Rosette Nummer eins holte sich der Rheinländer gleich zum Auftakt mit Hurricane Boshoeve, der zuvor bei neun Engagements noch nicht ganz vorne hatte landen können, am Totalisator aber dennoch das größte Vertrauen genoss. Das hinderte Nimczyk nicht daran, eine eher defensive Taktik zu wählen, die ihm in der Entscheidung durchaus zum Verhängnis hätte werden können. Denn aus zweiter Position innen fand Hurricane Boshoeve den Weg lange versperrt, war dann aber sofort zur Stelle, als sich rund 100 Meter vor dem Pfosten eine Lücke auftat und gewann schlussendlich noch leicht.

Ebenfalls deutlich war der Vorsprung von Fantasia Newport im »Preis von Hyeres«, der über die Steherdistanz von 2.600 Metern führte. Michael Nimczyk steckte den Kopf mit der Stute noch im Schlussbogen gegen Guy Pomponne (Tom Kooyman) nach vorne und hängte den mit 17:10 in der Favoritenrolle befindlichen Abano As-Sohn in der Folge ohne große Mühe ab.


Allein auf weiter Flur war der »Goldhelm« dann bei seinem dritten Volltreffer mit Holland Hazelaar. Die – wie Fantasia Newport und die im Trabreiten siegreiche Philistine Face – von Wolfgang Nimczyk trainierte Vierjährige präsentierte sich bei ihrem ersten Wettkampf auf Anhieb in guter Verfassung und war nach dem Fehler des Piloten zu Beginn der Zielgeraden praktisch ohne Konkurrenz, sodass Zielrichter Volker Hohn schließlich einen überlegenen Debüt-Sieg mit »Weile«-Vorsprung attestieren musste.


Power Point wieder ganz der Alte

Nicht ganz so weit vor den Gegnern, aber in sehr beeindruckender Manier endete Power Point bei seinem Erfolg im »Preis von Cagnes-sur-Mer« und stellte damit endgültig unter Beweis, dass er nach langer Durststrecke inzwischen wieder ganz der Alte ist. Michael Hendrikx hielt sich mit dem Schwarzbraunen aus dem Stall von Patricia Ruckdäschel am Ende des Feldes lange aus allem heraus und setzte voll auf dessen Speed-Fähigkeiten, die dann auch vollends ausreichten, um im Handumdrehen an der Konkurrenz vorbei zu sprinten und volle sechs Längen zwischen sich und den Zweitplatzierten Firefox BR (Jochen Holzschuh) zu bringen.

Viererwette wieder nicht getroffen

Während mit diesem Sieg im Vorfeld zu rechnen war, gab es im Viererwette-Rennen eine kräftige Überraschung zu vermelden. Wie schon Mitte Februar in Mönchengladbach sorgte Nick Schwarma mit Yarrah für lange Gesichter bei den Favoritenwettern und setzte sich als 147:10-Außenseiter im Speed gegen den gleichfalls dreistellig notierenden Georgies Matador (Marco Schindler) durch, womit der Amateurfahrer übrigens auch den zweiten Trainer-Erfolg seines eingangs erwähnten Bruders Tim verhinderte. Mit Minka Express (Tom Karten) und Sammy (Franz Klein) auf den nächsten Plätzen wurde die Viererwette – genau wie bereits bei der letzten Gelsentrab-Veranstaltung im Februar – nicht getroffen. Wer die ersten drei Pferde richtig vorhergesagt hatte, durfte sich über eine Quote von 59.061:10 ausgiebig freuen.