Am 3. Advent doppelt

Am 3. Advent doppelt
Nachschau Hamburg, 17.12.2017


Kornelius Kluth und Christian Lindhardt gewinnen je zwei Rennen – Zauni debutiert siegriech unter dem Sattel Mad World macht die V6 fett

Am 3. Advent lud die Trabrennbahn in Hamburg –Bahrenfeld zu einem 9-Rennen-Programm, das trotz der zeitgleichen Veranstaltung in Berlin-Mariendorf gut besetzt war. In Siegerlaune präsentierten sich Kornelius Kluth und Christian Lindhardt, die jeweils zwei Rennen gewinnen konnten. Während des Renntages erinnerte man an den vor einer guten Woche abberufenen Banks: der Hamburger Bahnrekordler war nach einer Hinterbeinfraktur nicht zu retten gewesen.


Doppelt

Kornelius Kluth, der spät im Jahr wieder zu einer guten Form gefunden hat, gewann die Auftaktprüfung. Der zuverlässige Margaux behauptete sich nicht nur in der höheren Gewinnklasse, sondern dominierte diese erstaunlich locker und leicht. Gegen den 1:16,7 trabenden Ostermann-Schützling war beim fünften Jahreserfolg kein Kraut gewachsen. Erstmals setzte sich später für die Farben von Marion Jauß Katy Perry durch. Die dreijährige Stute hatte mehrfach am Sieg geschnuppert und zuletzt festgesessen, doch diesmal war an frischer Luft kein Mangel, denn die führende Hanneke Greenwood hatte ein Rennen innen vereitelt. Dennoch zog Katy Perry mühelos über die Pilotin hinweg, die auch Bibi von Haithabu und Earl of Magic passieren lassen musste.

Gute Stuten stellte Christian Lindhardt siegreich vor. Lesperanza galt vielen als klare Kronprinzessin zu Gilda Newport, doch in dieser Saison war nur ein – allerdings erfolgloser – Auftritt in Schweden erfolgt. Gegen die umgehend nach vorn gestürmte Ready Cash-Tochter stand die Konkurrenz in der 36.000 EUR-Garnitur auf verlorenem Posten. Damit war eine würdige Siegerin im Bahnrekordhalter Banks-Rennen ermittelt worden, die mit 1:16,1 überdies Tagesbestzeit erzielte. An die Traumzeit von Banks aus dem Jahr 2014, dessen Rekordlauf vor dem Erinnerungsrennen noch einmal eingespielt worden war, kam sie natürlich nicht ansatzweise heran, was ernsthaft auch nicht zu erwarten gewesen war. Mit Miss Godiva punktete Christian Lindhardt ein zweites Mal und verhinderte so einen möglichen dritten Treffer von Kornelius Kluth, der mit Juvel As auf dem Ehrenplatz landete.


Gelungenes Satteldebut

Man hatte von guten Trainingsleistungen gehört, und diese wurden im Rennen fast mehr als bestätigt, denn Zauni bot bei seinem ersten Start unter dem Sattel eine tolle Vorstellung. Mit Championesse Ronja Walter machte sich der Spitzenvierjährige zu einem überlegenen Sieg gegen Irrwisch und Shirwan As frei. Favorit Tour de France war bereits am Start gesprungen, doch ob er eine Chance gegen den 1:16,4 trabenden Zauni gehabt hätte, darf zumindest in Zweifel gezogen werden.


Mad World räumt auf

Tüchtig durchgeschüttelt wurden die Reihen der V6-Wetter durch den Sieg von Mad World, dem Tim Schwarma ein prima Rennen servierte. Die führende Bombastica fing der stets mit Deckung operierende Mad World so eben ab und hielt sich auch Misty Morning vom Leib. 103:10 gab es auf Sieg – die größte Überraschung im Rahmen einer ansonsten doch sehr formgemäßen V6-Wette, die drei Wettern jeweils einen Gewinn von 3.333,- unter den Weihnachtsbaum legte. Gerd Holtermann mit Commander H war noch als zweitschwierigste Lösung zu „erraten“.

Eine klug und rechtzeitig eingesetzte Cascada (Sönke Gedaschko) und ein mit aller Delikatesse um den Kurs gebrachte Empereur Quick mit Kurt Roeges komplettierten die Siegerliste des Renntages.

cb