Guter Sport bei schlechtem Wetter

Guter Sport bei schlechtem Wetter
Nachschau Gelsenkirchen, 13.12.2017

Neun PMU-Rennen bei Gelsentrab – Rapido Ok punktet in der »Champions-Serie« – Josef Franzl macht mit Doppelerfolg in der Championats-Wertung Boden gut – Bronzehelm wieder greifbar – Über 20.000:10 in der Dreierwette bei Sieg von Frankel Stream – Kelso kehrt in die Erfolgsspur zurück

(GelsentrabPR) – Widrige äußere Bedingungen mit Dauerregen und Temperaturen nur wenig über dem Gefrierpunkt waren für die Traber am Mittwoch kein Grund die Beine hochzulegen, schließlich lockten bei den neun sogenannten PMU-Rennen in Gelsenkirchen lukrative Prämien in Höhe von bis zu 8.000 Euro.

Rapido Ok ein Champion

Den Mittelpunkt der um 16 Uhr eröffneten Veranstaltung bildete ein Lauf zur »Champions-Serie«, in dem die Wetter den aus Bayern angereisten Rapido Ok zum 19:10-Favoriten machten und am Ende recht behalten sollten. Deutschlands Nummer drei unter den Sulky-Profis, Josef Franzl, servierte seinem Schützling ein Maßrennen, hielt sich zunächst an der Innenkante bedeckt und bediente sich dann etwa eine halbe Runde vor Schluss der Führdienste von Alaska Joe, den Michael Nimczyk an die Seite des in der Entscheidung chancenlosen Piloten Immosand (Ralf Oppoli) führte. Auf der Zielgeraden lieferten sich die beiden Wallache dann lange ein packendes Duell, in dem Rapido Ok letztlich aber eindeutig die besseren Argumente hatte.

In der schnellsten Siegerzeit des Tages von 1:15,1 / 2.025 Meter gewann der Ganymede-Sohn nicht nur nach Meinung des Zielrichters am Ende leicht mit zwei Längen Vorsprung und brachte seinen vierten Jahressieg unter Dach und Fach. Noch schneller unterwegs als Rapido Ok war der weiterhin in starker Form agierende SJs Junior C (Stefan Schoonhoven), der das Rennen allerdings aus dem zweiten Band mit 25 Metern Rückstand hatte aufnehmen müssen und so über Platz drei nicht hinaus kam.

»Bronzehelm« wieder in Reichweite

Für »Seppi« Franzl sprang neben dem Volltreffer im sportlichen Hauptereignis noch ein zweiter Sieg im GelsenTrabPark heraus. Mit Aperol CG imponierte der Sauerlacher im Rennen mit der Viererwette und kam damit auch der Verteidigung des »Bronzehelms« einen weiteren Schritt näher. Aktuell trennen ihn in der bundesdeutschen Championats-Wertung der Berufsfahrer nur noch fünf Zähler von dem drittplatzierten Victor Gentz. Während der Erfolg von Aperol CG am Totalisator prognostiziert worden war, kamen die Platzierungen von L Amica Girl (Jochen Holzschuh), Napster (Thomas Kornau) und der bei 1042:10 notierenden Brionis First Lady (Ralf Oppoli) überraschend, sodass die Viererwette stolze 20.000:10 zahlte.

Vorweihnachtliche Bescherung

Noch einen Tick mehr zu verdienen gab es gleich zu Beginn im »Preis von Cabourg«, den sich Frankel Stream (Jan Thijs de Jong) an seine Fahnen heftete. Der noch im ersten Bogen in Front gezogene Wallach gewann in einer von zahlreichen Galoppaden geprägten Partie zum Totokurs von 115:10 und beendete damit eine lange Durststrecke. Nach seinem Debüterfolg vor mehr als zwei Jahren war wer Sohn der gutklassigen Ijssel fast nur noch durch erhebliche Probleme mit der korrekten Gangart aufgefallen und hatte bei elf Starts gerade einmal 530 Euro auf das Konto seines Züchters und Besitzers Frans Oortveld gebracht. Die Siegprämie von 2.000 Euro dürfte daher gerade recht kommen.

Ähnlich groß dürfte die Freude bei dem oder den Wettern ausgefallen sein, die neben dem Sieger Frankel Stream auch den zweitplatzierten Ghiaros Oldeson (Rob van Toor) und die Riesen-Außenseiterin Vicky OK (Jochen Holzschuh) in der richtigen Reihenfolge auf dem Dreierwette-Schein hatten. Belohnung für diese gewagte Vorhersage war eine Quote, die  noch etwas über die der oben erwähnten Viererwette hinaus ging: 21.374:10.

Ex-Seriensieger wieder in der Spur

Formgerechter war der Einlauf im gut besetzten »Preis des wettstar-shops« (6.000 Euro / 2.000 Meter), in dem der Ex-Seriensieger Kelso nach einem Ehrenplatz in Berlin umgehend in die Erfolgsspur zurückkehrte. Trainer Christian Lindhardt machte den in Schweden gezüchteten Lasbeker auf der Überseite flott, verbesserte sich im Handumdrehen von ganz hinten an die Seite des führenden Tempel LB (Michael Nimczyk) und eroberte sich im Zieleinlauf frühzeitig einen Vorteil ohne selbst groß tätig werden zu müssenqa. Zwischen den sicheren Sieger und den letztlich chancenlosen Piloten schob sich der wieder einmal voll abliefernde For Ever (Jaap van Rijn) noch auf den zweiten Rang.

Nach der letzten PMU-Veranstaltung des Jahres feiert Gelsentrab seinen Saisonabschluss am zweiten Weihnachtstag. Im Mittelpunkt des voraussichtlich um 13.30 Uhr »angepfiffenen« Traditions-Renntags steht dann der mit immerhin 4.000 Euro dotierte »Wettstar-Weihnachts-Preis«.