Dennis Spangenberg baut den Vorsprung aus

Dennis Spangenberg baut den Vorsprung aus
Nachschau Berlin-Mariendorf, 10.12.2017

Beim Kampf um die Vizemeisterschaft gelingen dem Berufsfahrer drei Treffer, während sein Rivale Victor Gentz zweimal punktet.  


Der Fokus richtete sich am Sonntag naturgemäß auf das Silberhelm-Duell zwischen Dennis Spangenberg und Victor Gentz – und beide Fahrer bestimmten dann tatsächlich auch über weite Strecken das Geschehen und gewannen fünf der neun ausgetragenen Prüfungen. Auch wenn es im Vorfeld von den Papierformen der Pferde her vielleicht einen minimalen Tick besser für Victor Gentz ausschaute, ließ sich Dennis Spangenberg nicht in die Defensive drängen. Er gewann drei Rennen, während sein Verfolger zweimal auftrumpfte, und baute seinen Vorsprung damit weiter aus. 69:61 ist nunmehr der aktuelle Stand. Für den seit 2011 in der Hauptstadt aktiven Profi könnte das bereits der entscheidende Schritt in Richtung Vizemeisterschaft gewesen sein.

Einmal mehr eine Bank war für Spangenberg Dimitri W Eden. Dem Wallach wurde zur Quote von 10:10 unbegrenztes Vertrauen entgegengebracht. Kein Wunder, denn er ist und bleibt ein Siegertyp. Ein wenig ins Schwitzen gerieten die Fans diesmal trotzdem, denn während Vulkan (Daniel Wagner) an der Spitze einsam seine Kreise zog, ließ sich der Topfavorit im hinteren Mittelfeld viel Zeit und wurde erst Ende der Gegenseite zum Angriff beordert. Der Speed, den Dimitri W Eden im Anschluss entfaltete, war allerdings vom Feinsten und er ließ dem tapferen Vulkan in der Tagesbestzeit von 15,0/1.900m nicht den Hauch einer Chance.

Nur eine knappe halbe Stunde später lieferte Dennis Spangenberg dann mit dem Fuchswallach Gameboy Newport ein fahrerisches Meisterstück ab. Der Profi hielt sein Pferd in einem munteren Hauen und Stechen bis zum Erreichen des Einlaufs clever aus allem heraus und Gameboy Newport bedankte sich dafür mit einer tollen Schlussleistung. Ganz anders gestaltete sich der Verlauf bei „Spanges“ drittem Tagessieg, denn Tuscany Laser war schon in der Startphase sofort auf dem Posten. Nach einer kurzen Rochade mit Everpolly Boko (Michael Hönemann), die am Ende das zweite Geld ergatterte, ging Tuscany Laser erneut nach vorne und gewann völlig souverän.    


Gleich zum Auftakt des Renntages hatte sich Spangenberg mit der Stute Tears to Heaven ein packendes Duell mit Victor Gentz geliefert, der im Sulky von  Julius Southwind saß. Es war ein Kampf auf Biegen und Brechen, den der außen attackierende Julius Southwind erst mit den allerletzten Schritten in 16,0/1.900 mit einem Halsvorsprung gewann. Ein Finish, das von den Sitzen reißen konnte und der beste Beweis, dass als Handicap ausgeschriebene Rennen nicht zwangsläufig langweilig sein müssen!

Der zweite Tagessieg sprang für Victor Gentz dann mit dem immer fester wirkenden George Washington heraus. Nach einem Idealverlauf an vierter Position außen war der Wallach auf der Zielgeraden das klar stärkste Pferd. Auch mit der Stute M.T.Kylie sah es für Victor Gentz bis in den Einlauf hinein gut aus. Aber dann wurden der Fünfjährigen, die auf der ersten Runde enorm Gas gegeben hatte, die Beine doch etwas müde und sie musste ihrem Trainingsgefährten Baschkir, der von Lea Ahokas vorgetragen wurde, den Sieg überlassen. Der Wallach stürmte in stolzen 15,2/1.900m sogar zu einer neuen persönlichen Bestzeit und man darf auf seine kommenden Auftritte gespannt sein. 

Heinz Wewering gehörte zu den Fahrern, die ebenfalls Akzente setzen konnten. Der 29-malige Deutsche Meister siegte mit dem enorm imponierenden Romeo Diamant, der eine Runde vor dem Ziel das Kommando übernahm und in 16,3/1.900m mit vier Längen Vorsprung auftrumpfte. Zwar wesentlich knapper, aber dennoch ähnlich beeindruckend fiel der Sieg von Wladimir Gening mit Kilbeggan aus. Vom Startplatz neun aus wuchsen dem Traber auf den letzten Metern regelrecht Flügel. Keine Frage – der Wallach hat sich in den vergangenen Wochen wirklich prächtig herausgemacht.

Das einzige Amateurfahren des Nachmittags wurde eine klare Angelegenheit für André Pögel und Margeaux, dessen Trainer und Besitzer Frank Ostermann bereits im Vorab-Interview grenzenlosen Optimismus ausgestrahlt hatte und mit dieser Einschätzung Recht behielt. Der bei 13:10 gehandelte Topfavorit zog im ersten Bogen nach vorne und gewann in 15,7/1.900m drückend überlegen.  

Gesamtumsatz: 97.550,65 Euro – Bahnumsatz: 35.188,90 Euro – Außenumsatz: 62.361,75 Euro.

Unser Terminhinweis: Die nächste Mariendorfer Veranstaltung findet am Sonntag, dem 17. Dezember statt. Im sportlichen Mittelpunkt steht der hochdotierte Winterpokal der Amateure. Beginn ist um 13.30 Uhr. Starterangabe für diesen Renntag ist am Montag, dem 11. Dezember. Sie erreichen das Mariendorfer Rennsekretariat unter der Rufnummer 030-7401229 bzw. per Mail an starterangabe@berlintrab.de.