Ein schneller Prachtkerl

Ein schneller Prachtkerl
Nachschau Gelsenkirchen, 01.10.2017

Jamil Cortina dominiert im »Oktober-Pokal« - »Derby«-Sieger noch nicht auf Hundert – Robbin Bot punktet ebenfalls mit dem Stallgefährten Alain Scott – Lokalmatadorin Salesi Dream beendet Durststrecke im Viererwette-Rennen – Power Point zurück im Siegerzirkel

(GelsentrabPR) – Drei Wochen nach dem »St.Leger« für Deutschlands beste dreijährige Traber startete Gelsentrab am Sonntag bei strahlendem Sonnenschein in den Oktober. Zehn Rennen bekamen die treuen Fans der schnellen Vierbeiner bei der ersten von insgesamt vier Veranstaltungen des Monats geboten, von denen der »wettstar.de-Oktober-Pokal« den sportlichen Mittelpunkt bildete.


Doppelerfolg für Robbin Bot und Stall Cortina

Immerhin 3.000 Euro gab es in der ohne Gewinnsummen-Beschränkung als »Frei für alle« gelaufenen Mittelstrecken-Prüfung zu verdienen. Den größten Teil dieser Prämie sicherte sich am Ende etwas überraschend nicht der »Derby«-Sieger von 2014, Expo Express (Roland Hülskath), sondern Stall Cortinas Jamil Cortina. Während der Schützling des Niederländers Henk Grift nach einer Pause in der Entscheidung keine Durchschlagskraft hatte, präsentierte sich der von seiner Besitzerin Doris Wilhelm selbst gezüchtete »Jamil« nach drei Starts ohne Platzierung wieder in Top-Form und gewann nicht nur nach Einschätzung des Zielrichters überlegen.

Zu erahnen war dieser Erfolg spätestens nach einem Blick auf den Totalisator, wo der Ganymede-Sohn bei 44:10 notierte, was nach einer schweren Niederlage zuletzt neben offenbar guten Trainingsleistungen wohl insbesondere seinem exzellenten Aussehen an diesem Nachmittag geschuldet war.

Entsprechend offensiv strebte Trainer und Fahrer Robbin Bot mit Jamil Cortina gleich nach dem Start die Führung an und konnte im ersten Bogen Erfolg vermelden. Nach der hierzulande vergleichsweise häufig zu beobachtenden Verschnaufpause auf dem Mittelstück, drehte das Gespann im Schlussbogen wieder voll auf, setzte sich sofort ein Stück von den Verfolgern ab und vergrößerte seinen Vorsprung bis zum Ziel auf volle fünf Längen. Die Plätze zwei und drei holten sich die an der Innenkante stets im Gefolge des Piloten agierenden Tamburini (Jan Thijs de Jong) und I will fight for U (Ralf Oppoli), während sich die Favoriten Pasi di Girifalco (Jens Bergmann) und Expo Express in der schnellen Schlussphase nicht entscheidend verbessern konnten.

Neben dem durchaus versprechenden Sieg mit Jamil Cortina in der höchsten Tagesklasse, punktete Robbin Bot gleich im Auftaktrennen mit dem trotz seines Alters von vier Jahren noch am Beginn der Laufbahn stehenden Alain Scott, der ebenfalls für die Farben des Kölner Stalles Cortina läuft. Damit war der Niederländer der einzige Doppelsieger der Veranstaltung.


»Salesi« macht den Traum wahr

Chancenlos war Sulky-Profi Bot selbstverständlich in der Wette mit Viererwette-Prüfung, die den Hobbyfahrern vorbehalten war. Nach der kurzfristigen Streichung zweier Teilnehmer versammelten sich hier elf Pferde hinter dem Startwagen, von denen die nach langer Durststrecke wieder gut in Schwung gekommene 19:10-Favoritin Salesi Dream das beste Ende für sich hatte. Dabei musste Fahrer Maximilian Schulz allerdings mehr Arbeit leisten, als im Vorfeld zu erwarten war. Erst auf den letzten Metern erkämpfte sich die einmal mehr im Speed eingesetzte Salesi Dream einen »Hals«-Vorteil gegen den von Beginn an führenden Außenseiter Yankee Way (Silvia Raspe). Mit Cousin le Blanc (Erik van den Bergh) und Fernandos As (Heinz Michael Bockhoff) auf den nächsten Rängen zahlte die Viererwette 4.922:10.


Das Siegen nicht verlernt

Ein erhofft starkes Comeback bekamen die Besucher im GelsenTrabPark und die Wetter an den Bildschirmen bzw. im Internet im »Danedream-Rennen« zu sehen. Mit Power Point ging hier ein zehnfacher Vorjahressieger an den Ablauf, der sich im Rahmen des »St.Leger« beim zweiten Engagement nach langer Pause mit einem guten vierten Rang ankündigte und nun wieder voll da zu sein scheint. In der Hand von Patricia Ruckdäschel, die ihren Sechsjährigen nicht nur selbst gezüchtet hat, sondern auch für sein Training verantwortlich zeichnet, durfte sich Power Point in der Außenspur meist der Dienste eines Führpferdes bedienen und war auf der Zielgeraden gegen den wie immer sein Bestes gebenden Gentleman As (Tim Schwarma) früh in Sicherheit.