Saisonrekord im Frömming-Memorial

Saisonrekord im Frömming-Memorial
Nachschau Hamburg-Bahrenfeld, 17.09.2017

Litana mit 1:12,0 schnellstes Pferd des Jahres – Urmia und Likasi unterliegen in Ehren im Johannes Frömming-Memorial – Abrazzo d’Amour schlägt die Favoriten unter dem Sattel – Andere Favoriten siegen weiter  

Pünktlich zum zweiten Rennen setzte an diesem Septembersonntag der Regen in Hamburg ein. Hatte der Himmel vorher schon „gegrummelt“, so öffnete er dann seine Schleusen, was so gar nicht zu einer recht gut gefüllten Bahn und dem angebotenen Sport passte. Da das moderne Geläuf – anders als zu Zeiten des Traberidols Johannes Frömming, an den das Hauptrennen erinnerte – Regen durchaus „abkann“, wurde die Bahn nicht etwa langsamer. So kam es dazu, dass in dem mit 20.000 EUR dotierten Standardrennen für Stuten in der Klasse bis 30.000 EUR Saisonrekord getrabt wurde.


Litana in 12,0


Im Vorwege war klar, dass es Tempo geben würde, doch dass das Tempo nie abflauen sollte, damit hatte man beim besten Willen nicht rechnen können. Christian Lindhardt hatte mit seiner Wahl aus den drei Lasbeker Stuten erwartungsgemäß die Initiative ergriffen. Litana stürmte in Front, hielt die vermeintliche und tatsächliche Hauptgegnerin Urmia außen und hatte damit den wichtigsten Schritt in Richtung Winner-Circle bereits getan. Während Lambalamba im ersten Bogen wegsprang, war Likasi aus zweiter Reihe in den Rücken der Stallgefährtin gekommen. Bei stets extrem hoher Fahrt aber kam niemand mehr an die beiden vorne gefährlich heran. Mit dem besseren Verlauf holte sich Litana das Frömming-Memorial in fantastischen 1:12,0, verdoppelte ihre gewinnsumme und dürfte, wenn sie gesund bleibt, noch für Furore sorgen. Urmia gefiel als Zweite nach aufwendigem Verlauf vor Likasi, Pit Pan-Siegerin Velten Vivienne und Good Girl AS.

 
Favoritenerfolge

Christian Lindhardt
 erzielte als einziger Fahrer einen Doppelerfolg, denn zuvor hatte er bereits in einer komplett überpaceten Partie einen Drei-Pferde-Kampf mit Malory gegen Velten Maranello und Margaux für sich entschieden.

Ebenfalls in der Erfolgsspur blieb zum Auftakt Mister Big Yankee in der Hand von Kornelius Kluth, der nach zwei Rochaden an der Spitze am Ende souverän war.

Michael Nimczyk
 kam mit Sansibar Diamant aus der Radfahrerlage zum Zuge, während Age Posthumus mit Noubliez jamais von der Spitze aus an den jüngsten Volltreffer anknüpfte. Hinter dem an erster Stelle getippten Reado-Sohn belegten Classic Winner und Theodor As die Plätze, was die Dreierwette auf schier unglaubliche 30.829:10 trieb.


Dreistellige Sieger


Für satte 100:10 kam Domecq Baldwin mit seinem Besitzer Sönke Gedaschko zum Erfolg. Nachdem letztens alles gegen ihn war, war diesmal alles für ihn.


Sogar 235:10 zahlte der Toto auf Sieg im abschließenden Trabreiten, das sich Marloes Knopp mit Abrazzo d‘Amour in guten 1:16,3 sicherte. Noch 700 Meter vor dem Ziel waren die beiden hinter dem Feld auszumachen gewesen, doch ein langer Schlusseinsatz brachte die Wende gegen die scheinbar enteilten No Name de Hess und Rapido.


Ebenfalls erst in der zweiten Hälfte nahm Hollands Champion Rick Ebbinge mit dem Dänen Cannon Flame das Rennen auf und drehte die Partie noch locker gegen Samuray Diamant und Nu Cascada HS.