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Cash Hanover trotzt der »Todesspur«

Cash Hanover trotzt der »Todesspur«
Nachschau Gelsenkirchen, 18.06.2017

Der Fünfjährige empfiehlt sich im »Frei für alle« für höhere Aufgaben – Fahrer Michael Nimczyk mit zwei weiteren Siegen – Mister Ed Heldia auf Derbykurs – Erwin und Robbin Bot punkten doppelt

(GelsentrabPR) – Gute Trabrennpferde haben in Gelsenkirchen nach wie vor eine Heimat. Ausreichende Belege für diese Aussage lieferte Gelsentrab am Sonntag bei seiner einzigen Juni-Veranstaltung mit einem richtig stark besetzten Dreizehn-Rennen-Programm, dem Deutschlands wohl bester Vertreter des Geburten-Jahrgangs 2012 seinen Stempel aufdrückte.


Cash Hanover lässt nie Zweifel aufkommen

»Bild-Pokal«-Sieger Cash Hanover kehrte nach einem achtbaren Ehrenplatz im Rahmen des »Copenhagen-Cup« in Dänemark an die Stätte seines bis dato größten Saisonerfolgs zurück und ließ sich im sportlichen Hauptereignis, dem »wettstar.de-Juni-Pokal«, auch durch einen anspruchsvollen Rennverlauf nicht aufhalten. Michael Nimczyk riskierte mit dem12:10-Topfavoriten aus dem Stall des Berliner Traber-Mäzens Ulrich Mommert am Start gar nichts und ordnete sich zunächst hinten ein, um wenig später in der Außenspur Position zu beziehen.

Dort fand sich Cash Hanover zu Beginn der Schlussrunde ohne Führpferd wieder, was seine Aufgabe schwerer machte, ihn letztendlich aber nicht vor nennenswerte Probleme stellte. Mit einem Schlussviertel in 1:10,7 sorgte der Love You-Sohn auf der Zielgeraden schnell für klare Verhältnisse und ließ sich durch den etwas überraschend auf 34:10 herunter gewetteten SJs Junior C (Stefan Schoonhoven) überhaupt nicht mehr beeindrucken. In angemessenen 1:13,2 / 2.000 Meter gewann »Cash« laut Urteil des Zielrichters am Ende sicher und empfahl sich für weitere Engagements auf höherer Ebene.


»Goldhelm« mit zwei weiteren Siegen

Zwei Rennen nach dem Sieg im »Frei für alle« präsentierte sich Champion Michael Nimczyk auch im »Preis von Rügen« als sicherer »Elfmeterschütze«. Mit Goldy Stardust steuerte der Rheinländer hier eine siebenfache Seriensiegerin, die auch beim achten gemeinsamen Engagement voll ablieferte und keine Konkurrenz duldete. Eingangs der Tribünengeraden nach vorne gezogen, ließ die Vierjährige das Tempo nie abflauen, legte beim 1:10,2-Schlussspurt noch ein, zwei Schippen drauf und verdammte den in ihrem Windschatten agierenden For Ever (Roland Hülskath) damit zum Zusehen. Das Gelsenkirchener Schwergewicht konnte Goldy Stardust schlichtweg nicht mehr folgen, geriet für Platz zwei aber auch durch den von ganz hinten mit sehenswertem Speed auftrumpfenden Tempel LB (Karel Gerrits) nicht in Gefahr.

Mehr Arbeit als bei seinen beiden ersten Tagessiegen hatte Michael Nimczyk im Sulky des dreijährigen Mister Ed Heldia, der sich im »Preis von Sylt« gegen einige talentierte Altersgefährten durchsetzte und nun auch im Hinblick auf das »Deutsche Traber-Derby« in aller Munde ist. Der wie Goldy Stardust im Besitz von Nimczyks Onkel Hans Brocker befindliche und natürlich von Vater Wolfgang trainierte Hengst setzte bei seinem dritten Volltreffer in Serie voll auf seine Speed-Qualitäten und rang den auf der Überseite in die sogenannte »Todesspur« außen mit der Nase im Wind gewechselten Harbour Eightysix (Hugo Langeweg) und Hera F Boko (Dion Tesselaar) in einem spannenden Finale auf den letzten Metern beinahe noch sicher nieder.


Zwei Bot-Doppel

Das Trabrennsport nicht selten eine Familienangelegenheit ist, bewiesen neben den Nimczyks an diesem Sonntagnachmittag bei Gelsentrab auch die niederländischen Stiefbrüder Erwin und Robbin Bot. Erstgenannter stellte mit Hostpot zunächst eine veranlagte Dreijährige siegreich vor und punktete zum Abschluss mit dem ebenfalls aus dem Erfolgsstall der Gerrits Recycling Group kommenden Altersgefährten Harley. Der vierzehn Jahre jüngere Robbin sorgte mit dem 100:10-Außenseiter Jamil Cortina für die größte Überraschung des Tages und führte später Chichen Itza zu ihrem zweiten Karriere-Erfolg.


»Tsunami« fegt die Gegner weg

Den ersten Sieg der noch jungen Laufbahn holte sich Tsunami Diamant (Robin Bakker) am Nienhausen Busch. Der bei seinem Debüt in Berlin-Mariendorf noch klar gegen Mister Ed Heldia unterlegene Dreijährige aus dem Quartier von Paul Hagoort präsentierte sich beim zweiten Engagement in toller Verfassung und war von der Spitze aus gegen Arendelle (Rob de Vlieger) völlig überlegen.