König gesucht, Königin gefunden

König gesucht, Königin gefunden
Nachschau Dinslaken, 17.04.2017

Nicole Hildebrandt gewinnt mit Mink de Ville den KöPi-Pokal - Mink de Ville (Nicole Hildebrandt), Yankee Way (Silvia Raspe) und Georgies Queen (Sabrina Marks) in den Vorläufen – Cremers Boy (Leonie Kalis) in der besten Klasse

Am Traditionstermin lachte die Sonne vom Himmel, was angesichts der Vorhersagen für den Ostermontag nicht unbedingt zu erwarten gewesen war. Der traditionelle KöPi-Pokal, der 2017 erstmals wieder den Amateuren vorbehalten war, konnte insofern bei idealen äußeren Bedingungen entschieden werden. Die „holde Weiblichkeit“ hatte die Vorentscheidungen beherrscht und ließ dem angeblich starken Geschlecht auch im Finale nicht den Hauch einer Chance. Zur neuen Königin wurde Nicole Hildebrandt gekrönt, die ihre Fahrhandschuhe schon an den Nagel gehängt hatte. Dass sie nichts verlernt hat, zeigte sie an diesem Tag in „königlicher“ Manier.

Königin gefunden

Mit Vorlaufsieger Mink de Ville nahm „Comebackerin“ Nicole Hildebrandt umgehend das Kommando und kontrollierte das Geschehen im Finale fortan. Es reichte auch erneut gegen den diesmal speedigen Kalisco mit Julia Knoch, die sich mühte, aber einfach nicht vorbei kam am Sieger. Die deutsche Amateurchampionesse hatte drei Pferde ins Finale gebracht und mit Kalisco zwar das chancenreichste ausgewählt, aber gegen Mink de Ville war eben wie im Vorlauf kein Kraut gewachsen. Den totalen Triumph der Weiblichkeit komplettierte Sabrina Marks als Dritte mit Vorlaufsüberraschungssiegerin Georgies Queen.

Weiblich außen herum

Favorit Kalisco eroberte mit Championesse Julia Knoch im ersten Vorlauf nach einer Runde endgültig das Kommando und schien nicht nur dem Finale, sondern auch dem Vorlaufsieg entgegen zu streben. Doch der munter durch die zweite Spur trabende Mink de Ville blieb mit Nicole Hildebrandt stets dran und schaffte es tatsächlich, das Blatt noch zu wenden. Nick Schwarma brachte dahinter David F Boko ins Finale.

Auch im zweiten Vorlauf reichte es nicht für den Piloten. El Raul musste außen attackierende Gegner in einer Kampfankunft vorbei lassen. Und erneut landete Julia Knoch auf dem Ehrenplatz mit Bella du Rezidal. Der Sieg aber ging an 220:10-Außenseiter Yankee Way in der Hand von Silvia Raspe. Auch Anke Börnig mit Quick de Valdieu war nicht weit zurück.

In äußeren Spuren ging es auch im dritten Vorlauf zur Sache. Die startschnell e Tiraldina ging unter nach einer Massage von Eddiereadygo, doch Cornelis Meel saß nicht hinter dem Sieger. Weit außen segelte im letzten Bogen Julia Knoch mit Chinyero heran, doch es langte nur zum dritten Rang. Eine Lücke tat sich auf im Einlauf für Georgies Queen in der Hand von Sabrina Marks, die zur Quote von hinkam.

Spannender Sport im Rahmen

Aus dem ersten Band kam fast zwangsläufig der Sieger einer Bänderstartprüfung, da das zweite Band fast kollektiv die rote Karte gezeigt bekam. In einer lange währenden Schlacht setzte sich Marco Spin mit Fürstin Melba gegen die unverzagt attackierende Evi Fiori durch.

Fest in weiblicher Hand war auch der dritte Lauf zum Drensteinfurt-Cup der Amateure. Leonie Kalis ließ mit Cremers Boy zunächst Velten New York und dann Ivalo gewähren. Die dann übernommene Führung verteidigten die beiden gegen eine alles versuchende Lady Deluxe mit Silvia Raspe.

Dafür, dass es nicht „zu weiblich“ wurde, sorgte zum Abschluss Wolfgang Nimczyk. In Vertretung von Sohn Michael, der zur selben Stunde in Hamburg das Schwarzer Steward-Rennen mit Goldy Stardust gewann, holte er sich die Abschlussprüfung souverän mit Sansibar Diamant, nachdem er Yvonne Wagenaar das Kommando abgejagt hatte. 

cb